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Koserows kreative Köpfe

Wirtschaft Koserows kreative Köpfe

Am Sonnabend trugen etwa 80 Teilnehmer ihre Ideen für das Seebad vor. Eine Arbeitsgruppe bildete sich.

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Etwa 80 Ideengeber füllten den Saal im Hotel Nautic am Sonnabend. Der erste Schritt zu einem Leitbild ist damit gemacht.

Quelle: Fotos: Carolin Riemer

Koserow — Es war ein Wunschkonzert mit durchweg freundlichen und leisen Tönen: Etwa 80 Einheimische, Dauergäste, Zugezogene und Interessierte kamen am Sonnabendvormittag in das Hotel Nautic. Fast alle hatten Ideen mitgebracht, was sich in Koserow verändern könnte, was fehlt und wie sich das Seebad entwickeln sollte.

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Nadine Specht pinnte die Vorschläge auf die Luftbildaufnahme.

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Die Vorschläge der Teilnehmer hielt Kurdirektorin Nadine Specht auf Karteikarten fest und pinnte sie auf eine große Luftbildaufnahme des Ortes. Sie füllte sich schnell. Vor allem für die Küste und entlang des Achterwassers gab es dutzende Vorschläge.

Otto Lemke wünscht sich beispielsweise die Wiederbelebung der alten Badestelle am Bootshafen, die älteren Einheimischen als „Vieglandsbucht“ ein Begriff ist. Viele Kinder hätten hier damals das Schwimmen erlernt. Nun sei sie überwuchert und nicht mehr in Betrieb. Peter Gregor , im Oktober nach Koserow gezogen, schlug eine kleine Aussichtsplattform am Achterwasser vor und fragte, ob auch öffentliches WLAN an der bald nun sanierten Seebrücke möglich sei.

Für die Idee, eine kleine Promenade entlang des Achterwassers zu realisieren, sprachen sich mehrere Anwesende aus und trafen dem Moderator und berufenen Bürger im Betriebsausschuss, Thomas Wellnitz , mitten ins Herz: „Die Promenade dort ließe sich sehr gut mit einem Wasserwanderrastplatz und der vorgeschlagenen Badestelle verbinden.“

Dass Koserow bereits zwei Bauwerke besitzt, die auf der Insel einzigartig sind, brachten Berit Rosenzweig und Dauerurlauber Stefan Rau hervor: Brandungsmauer und die alte Freilichtbühne. „Die Mauer sollte begehbar gemacht und von Sanddorn und Birkenablegern befreit werden — eine tolle touristische Attraktion“, sagte Rau. Für die Wiederbelebung der Freilichtbühne in der Nähe der Meinholdstraße sprach sich Berit Rosenzweig aus. Ursula Tiefert lag der vernachlässigte Kurplatz am Herzen. „Er muss seine alte Bedeutung zurück erlangen. Möglichst mit einem Bau, in dem sich die Künstler, die in der Konzertmuschel auftreten, umziehen können.“

Die Ideen ebbten nicht ab. Einige von ihnen seien schneller in die Tat umzusetzen, motivierte Moderator Wellnitz. Beispielsweise Ausstellungen hiesiger Künstler, Relaxliegen im Wald, Radständer und das Aufstellen mehrerer Mülleimer und Spender für Hundekotbeutel im Triftweg, der Wald- und Feldstraße. Künftig soll auch das Otto-Niemeyer-Holstein-Atelier mehr Beachtung im Ort finden, beispielsweise durch themenorientierte Führungen und die Ausschilderung zum Künstlerhaus. Alexander Aehnlich schlug eine umfassende Beschilderung im ganzen Ort vor. „Außerdem wären kleine Spielgeräte für Kinder wünschenswert.“ Auch der Vorschlag von Beate Rother , literarische Zitate am Wegesrand aufzustellen, fand Zuspruch.

Wichtig war vielen Koserowern auch die Errichtung von überdachten Rastwanderplätzen sowie WC-Häuschen an den Strandabgängen — vor allem im Bereich der Siemensstraße. Wellnitz wies aber auch darauf hin, dass die Errichtung einer Magnetschwebebahn, wie von Andreas Götz vorgeschlagen, schwierig werden könnte. Nach fast eineinhalb Stunden waren auch die kreativen Köpfe erschöpft, die Veranstaltung aber noch nicht beendet. Es wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die die Ideen prüft und im März eine Zwischenbilanz ziehen wird. Schnell fanden sich acht Freiwillige.

Bis zum Sommer soll das Konzept stehen und Koserow über ein konkretes Leitbild verfügen. „Damit die Wünsche schnell an die Planungsbüros herangetragen werden können“, sagte Wellnitz. Wer Lust habe, sich an der Arbeitsgruppe zu beteiligen, könne sich in der Kurverwaltung melden.

Kontakt: ☎ 038375 / 20415

Beschlossene Sache
Die Seebrücke wird bis zum Pfeiler acht noch in dieser Saison wieder begehbar und saniert sein. Knapp 120 Meter können Gäste und Einheimische dann auf ihr flanieren. Bis zum Jahre 2018 soll sie auf 260 Meter verlängert werden.



Karls Erlebnishof öffnet am 30. April 2016 seine Türen. Die Bauarbeiten für den Erdbeerhof starten Anfang März dieses Jahres. Geplant sind neben der großen Markthalle zwei Restaurants im Außenbereich und viele Angebote für Kinder — unter anderem eine Kartoffelsackrutsche und eine Traktorbahn.

 



Carolin Riemer

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