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Linke macht sich für die Peene als Bundeswasserstraße stark

Stolpe bei Anklam Linke macht sich für die Peene als Bundeswasserstraße stark

Partei befürchtet bei einer Herabstufung Einbrüche für den aufstrebenden sanften Tourismus / Bundestagsabgeordneter Gysi will in Berlin Überzeugungsarbeit leisten

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Wir dürfen den Tourismus als Fünkchen Hoffnung nicht gefährden.“M. Falk, Bürgermeister

Stolpe bei Anklam. Geht es nach dem Willen der Partei Die Linke, dann sollen die Flüsse Peene, Uecker und Ryck in Vorpommern auch weiterhin Bundeswasserstraßen bleiben.

OZ-Bild

Partei befürchtet bei einer Herabstufung Einbrüche für den aufstrebenden sanften Tourismus / Bundestagsabgeordneter Gysi will in Berlin Überzeugungsarbeit leisten

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Wie berichtet, denkt die Bundesregierung darüber nach, den Status dieser Flüsse herabzustufen, da, so die Argumentation, deren Bedeutung für die Wirtschaft und den Tourismus gering sei.

Dieser Einschätzung kann Marcel Falk, Bürgermeister der Gemeinde Stolpe bei Anklam, nicht folgen. „Die Flüsse müssen in öffentlicher Trägerschaft bleiben. Nur so konnte sich hier nach der Wende ein sanfter und naturverträglicher Tourismus entwickeln“, sagt er. Dabei verweist er auf die an, beziehungsweise in der Nähe der Peene befindlichen Wasserwanderrastplätze, Vermieter von Wasserfahrzeugen und Ferienwohnungen, gastronomischen Einrichtungen und Hotels. Auch Naturliebhaber, Angler und Jäger schätzten das urige Revier des „Amazonas des Nordens“, so Falk.

Gestern hatte der Bürgermeister des Peenedörfchens prominenten Besuch. Der Bundestagsabgeordnete Gregor Gysi be- stieg gegen Mittag das Solarboot „Uhura“, um sich von Stolpe aus einige Kilometer flussauf- und flussabwärts schippern zu lassen. Dabei ließ sich Gysi vom Natur- und Landschaftsführer Frank Götz- Schlingmann die Eigenarten des Naturschutzgebietes erläutern und hörte Falks Befürchtungen, sollten die Berliner Pläne im Falle der Peene Realität werden: „Falls es zu einer Übertragung der Peene an Naturschutzverbände oder -stiftungen kommt oder der Fluss sogar privatisiert wird, käme es zu Einschränkungen für den Tourismus und im schlimmsten Fall zu einer Nichtnutzbarkeit.“

Der sanfte Tourismus als „Fünkchen Hoffnung“ in der Peeneregion dürfe nicht einem übertriebenen Naturschutzgedanken zum Opfer fallen, mahnte Marcel Falk. Auch gebe es für den Fremdenverkehr hier und da noch Entwicklungspotenzial, ohne in einen Massentourismus abzugleiten. Stichwort: Radtourismus. Seit Jahren setzt sich Die Linke vehement für den Bau straßenbegleitender Radwege entlang der Bundesstraße 110 von Anklam bis Jarmen und an der Landesstraße 262 von Ziethen nach Gützkow ein, um die urwüchsige Landschaft für Rad- und Fußwanderer erlebbar zu machen.

In Berlin, so berichtete Gysi, gebe es ähnliche Probleme. „Auch hier will der Bund Wasserstraßen an die Kommune übertragen, die aber pleite ist. Nun haben die Seglervereine Angst vor einer Privatisierung und damit verbundenen Einschnitten.“ Im Falle der Peene sagte der frühere Chef der Linken- Bundestagsfraktion zu, wolle er mit Abgeordneten im Bundesverkehrsausschuss reden und Überzeugungsarbeit im Sinne der Verfechter eines naturverträglichen Tourismus leisten. „Wenn schon eine Herabstufung erfolgt, dann bitte auf Landes- oder kommunale Ebene, inklusive einer Finanzierungsvereinbarung“, so Gysi. Als möglicher Kommunalverbund böte sich der Verein vorpommersche Dorfstraße an.

Tom Schröter

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