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Meuterei: „Piraten-Event zu teuer“

Heringsdorf Meuterei: „Piraten-Event zu teuer“

Eigenbetriebsausschuss der Kaiserbäder berät über Veranstaltungen 2017: Seeräuber-Spektakel in Heringsdorf auf dem Prüfstand / Für Kleinkunstfestival und LED-Wand sollen im Etat knapp 80 000 Euro reserviert werden

Heringsdorf. Für das Kleinkunstfestival im nächsten Jahr ist das Geld eingeplant, für das Bespielen der LED-Wand am Heringsdorfer Strand wurde ebenfalls eine vorzeitige Mittelfreigabe für das kommende Jahr bestätigt. Lediglich beim Usedomer Piratenspektakel gab es im jüngsten Eigenbetriebsausschuss eine „Meuterei“.

OZ-Bild

Eigenbetriebsausschuss der Kaiserbäder berät über Veranstaltungen 2017: Seeräuber-Spektakel in Heringsdorf auf dem Prüfstand / Für Kleinkunstfestival und LED-Wand sollen im Etat knapp 80 000 Euro reserviert werden

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„Das ist mir zu teuer“, sagte der frischgebackene Vorsitzende des Ausschusses, Hans-Jürgen Merkle (BI). Für das dreitägige Event (13. bis 15. Juli 2017) auf dem Heringsdorfer Sportplatz soll die Gemeindevertretung 48 700 Euro locker machen, damit der Eigenbetrieb die Planungen anschieben und mit dem Veranstalter die Verträge schließen kann.

In diesem Jahr fand die Veranstaltung nach fünfjähriger Pause erstmals wieder im Kaiserbad statt. „Wir hatten an den drei Tagen rund 2850 Besucher. Die Einnahmen beliefen sich auf 12 440 Euro“, informierte Kurdirektor Thomas Heilmann. Was Merkle zu der Schlussfolgerung brachte: „Jeden Besucher haben wir mit zehn Euro subventioniert. Das geht nicht. Wir zahlen 16 000 Euro pro Tag.“ Denn in diesem Jahr wurde das Seeräuber-Spektakel bereits mit 48 700 Euro von kommunaler Seite unterstützt.

Auch für Helmut Friedrich (UWG) ist der dreitägige Piratenaufmarsch mit großem Bühnen- und Mitmachprogramm eine Nummer zu groß. „So ein Aufwand für drei Tage, da kann ich nicht mitgehen. Lasst uns das zehn Tage machen. Dann kommen mehr Besucher“, schlug er vor. Heilmann sieht das nicht so: „Beim Auswertungsgespräch für dieses Jahr hieß es vom Veranstalter, dass bei den Animateuren nach einer gewissen Zeit auch die Luft raus ist. Den Preis noch weiter zu drücken, wird schwierig“, machte der Kurdirektor den Ausschussmitgliedern wenig Hoffnung. Das sieht auch Daniela Quast vom Eigenbetrieb so: „Einen Tag länger zu gleichen Konditionen werden wir nicht bekommen.“

Auch wenn sich Ringo Paukewadt (CDU) für die Piraten – „lasst uns das für 2017 so beschließen, um dann langfristig nach einer Lösung zu suchen“ – stark machte, so ging der Antrag von Merkle durch, den Beschluss noch einmal in die Verwaltung zu geben. Der Eigenbetrieb soll nun mit dem Veranstalter verhandeln, um die Freibeuter auf dem Heringsdorfer Sportplatz günstiger zu bekommen.

Planen können dagegen schon die Macher des Internationalen Kleinkunstfestivals. Für das Spektakel rund um die Heringsdorfer Promenade hat der Eigenbetriebsausschuss mit großer Mehrheit dem Gemeinderat empfohlen, 30000 Euro im Etat 2017 zu reservieren. Mit dieser Sicherheit im Rücken soll der Kleinkunstverein erste Künstler einladen. „Das Geld wird auch gebraucht, weil die Unterbringung der Teilnehmer immer schwieriger wird“, nannte Heilmann einen weiteren Grund für den Zuschuss.

Den es übrigens auch für die LED-Wand geben soll. Eine große Mehrheit folgte im Ausschuss der vorzeitigen Mittelfreigabe. 48 000 Euro sollen bereitgestellt werden, damit vom 1. Mai bis 15. September 2017 in Heringsdorf neben der Seebrücke Urlauber und Einheimische Kino und Fotos vor einer besonderen Kulisse erleben dürfen. „Bilder im Meer“ – eine Reihe mit einheimischen Fotografen – soll es im nächsten Jahr genauso wieder geben wie das Sommerkino. Die 75 Filme sahen in diesem Jahr rund 6000 Besucher. „Da wollen wir noch zulegen“, so Heilmann, der sich 2017 eine Übertragung des Eurovision Song Contests vorstellen könnte. „An Sonntagen wollen wir einen Tatort-Abend bieten“, so eine weitere Idee im Eigenbetrieb.

Henrik Nitzsche

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