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Misdroy: Reederei sucht Partner für neue Seebrücken-Vision

Der Blick zum polnischen Nachbarn: Kutscheruniform, Flota-Fußball und ein Piratenspielplatz am Kulturhaus Misdroy: Reederei sucht Partner für neue Seebrücken-Vision

Zum Projekt gehören zwei 50 Meter hohe Hoteltürme, eine Tauchgondel für 50 Personen und ein Veranstaltungsstrand fünf Meter über der Ostsee.

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Zukunftsvision zur Seebrücke Misdroy. Für dieses Modell sucht Sven Paulsen Unterstützung. Repro: Adler-Reederei

Misdroy. Das Unternehmen Adler-Schiffe hat ehrgeizige Pläne für die Seebrücke in Misdroy. Inhaber Sven Paulsen will neben der bestehenden Fußgängerzone und Anlegestelle für Schiffe ein Einkaufs- und Dienstleistungszentrum, ein Hotel mit Restaurants, einen „Strand am Meer“ und eine Tauchgondel bauen, mit der Touristen auf den Grund der Ostsee reisen können, um Flora und Fauna anzuschauen. Zurzeit sucht die Gesellschaft Partner, mit denen sie die Pläne realisieren kann.

Die auszubauende Seebrücke wird nach den Plänen des Architekten Wojciech Kokowski die Form des Buchstaben Y annehmen. Auf dessen Armen wird die jetzige Hochseeanlegestelle (Ostseite) und der in der Entwurfsphase befindliche Steg mit der Tauchgondel (Westseite) errichtet. Die Anlage auf der See wird aus dem Einkaufs- und Dienstleistungszentrum mit Appartements und dem Hotel Baltic Twin Towers bestehen. Die Höhe der Hoteltürme soll 50 Meter betragen. Die Investition für geschätzte 120 MillionenZloty würde fünf bis zehn Jahre dauern.

Kürzlich wurde die Idee in Stettin präsentiert. Sven Paulsen meinte dabei, dass der Grund für die Arbeiten am Projekt, die Steigerung des Tourismusverkehrs in Misdroy ist. Die Investition ist jedoch eine Zukunftssache, denn die Adler-Schiffe müssen zunächst Partner finden, mit denen sie ihre Pläne verwirklichen können.

Die Gemeinde Misdroy schaut mit Wohlwollen auf die Vision, wird sich aber wahrscheinlich nicht finanziell am Projekt beteiligen. Sie bietet jedoch Unterstützung beim Anwerben von Investoren an. Mit Vorsicht schaut die lokale Tourismusbranche auf die Pläne. „Ich erinnere mich, dass die Pläne schon vor einiger Zeit auftauchten. Das Thema ist nicht neu. Es ist schwer zu sagen, ob es dieses Mal was wird. Ich weiß nicht, ob weitere Hotels nötig sind, aber so eine Kapsel wäre sicherlich eine Attraktion für Touristen. Misdroy sollte sich gerade in dieser Richtung entwickeln“, sagt Anna Ciosmak vom Hotel Amber Baltic in Misdroy.

Touristen aus Misdroy begegnen den Plänen reserviert. Einige meinen, dass die Seebrücke modernisiert werden sollte, andere sind von der Dynamik des Ausbaus überrascht. „Ich weiß nicht, warum so große Objekte gebaut werden müssen. Das wird eher komisch aussehen. Größere Gebäude gibt es an Land. Und auf See entsteht jetzt plötzlich auch so ein Riesending. Das wird nicht zur Umgebung passen. Ich denke, dass es keine gute Idee ist“, sagt Adrian Laskarzewski aus Stettin , der in Misdroy ein Ferienhaus hat. Jacek Kokowski vom Projekt-Studio für Architektur und Innenarchitektur in Stettin weist darauf hin, dass die Seebrücken-Vision in dieser Form nicht endgültig ist und noch geändert werden kann. „Wir wollten zeigen, wie das Objekt aussehen kann. Ob es diese oder eine andere Form ist, wird vom Investor abhängen. Es ist selbstverständlich, dass die Seebrücke für solche Belastungen nicht vorbereitet ist, daher würde das Hotel oder Zentrum auf eigenen Pfeilern entstehen. Jedes Objekt soll einen unabhängigen Zugang haben, so wird man den Hauptweg der Seebrücke wählen können oder außen rum gehen können“, erklärt Kokowski.

26-Passagierschiffe
Die Seebrücke in Misdroy ist 395 Meter lang und somit eine der längsten an der Ostsee. Der Festlandbau wurde 2004 durch die Adler-Reederei um einen Anlegesteg erweitert. Das Schifffahrtsunternehmen mit Sitz in Westerland auf der Insel Sylt ist seit mehr als 60 Jahren auf dem Personenschifffahrtsmarkt tätig. Es hat zurzeit 26 Passagierschiffe und beschäftigt in der Saison bis zu 250 Mitarbeiter. Die Schiffe der Reederei verkehren regelmäßig an den Küsten der Nord- und Ostsee sowie auf der Elbe, der Eider und auf dem Nord-Ostsee-Kanal.
In Mecklenburg-Vorpommern fahren die Adler-Schiffe in Wismar sowie ab Bansin, Heringsdorf, Ahlbeck, Zinnowitz, Koserow und Peenemünde. Auch auf der Insel Rügen sind die Schiffe im Einsatz. Die Firma ist seit 20 Jahren in Polen aktiv und bietet Fahrten von Swinemünde, Misdroy und Stettin aus an. Im Jahr befördert Adler-Schiffe rund 1,3 Millionen Passagiere, darunter etwa 150 000 nach Swinemünde und Misdroy.

 



Radek Jagielski

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Misdroy
So soll die Seebrücke in Misdroy nach den Plänen der Adler-Reederei in fünf bis zehn Jahren aussehen.

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