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Müllgebühren in Greifswald sinken

Karlsburg Müllgebühren in Greifswald sinken

Im Altkreis Ostvorpommern gibt es moderate Erhöhungen / Die Müllfahrer erhalten endlich Tariflohn

Karlsburg. Ein lang geäußerter Wunsch der Greifswalder geht in Erfüllung: Statt einer Steigerung wird es im kommenden Jahr endlich eine Senkung der Müllgebühren geben, zumindest bis zu einer Tonnengröße von 120 Litern. Das sagte gestern Vizelandrat Jörg Hasselmann (CDU) bei der Vorstellung der neuen Gebührensatzung, die ab 1. Januar 2017 gelten soll.

Dazu übernimmt ab Januar ein kommunales Unternehmen die Müllentsorgung im Kreis. Die Entsorgungsgesellschaft Vorpommern-Greifswald (EGVG) wird dann für den Bereich des Altkreises Ostvorpommern, die Ämter Peenetal-Loitz und Tutow- Jarmen sowie die Hansestadt Greifswald zuständig sein, erläutert Hasselmann. So hat es der Kreistag im Sommer 2015 beschlossen. Die Verträge mit dem bisherigen Dienstleister Alba laufen zum Jahresende aus. Im Bereich Uecker-Randow entsorgt in den nächsten fünf Jahren noch das Unternehmen Remondis.

Der neue kommunale Entsorger, der viele Mitarbeiter von Alba übernehmen wird, muss ein riesiges Gebiet bedienen: Er ist für 2300 Quadratkilometer Fläche und 195000 Einwohner zuständig.

Die Vereinheitlichung der Gebühren sei angesichts der Tatsache, dass es seit 2007 keine Anpassung mehr gab, eine große Herausforderung gewesen, betont Hasselmann. Er ist stolz darauf, dass besonders für die Greifswalder vieles billiger wird. Dazu gehöre auch die viel genutzte 120-Liter-Tonne in größeren Häusern. Mit den Vertretern der Wohnungsgesellschaften habe es zudem Absprachen für die 1100-Liter-Tonne gegeben.

Dass in der Hansestadt jahrelang die Müllgebühren sehr hoch waren, hänge auch damit zusammen, dass der Greifswalder Müll nach Stralsund gebracht wurde, wo es besonders teuer war.

Neu wird die Einführung sehr kleiner Tonnen für Ein-Personen-Haushalte (20 Liter) und Zwei-Personen-Haushalte (40 Liter) sein. „Dazu nutzen wir die normalen 60-Liter-Tonnen, sie dürfen dann allerdings nur zu einem bzw. zwei Dritteln gefüllt sein“, sagt Hasselmann, der darauf verweist, dass es keinen Tonnentausch geben wird. „Jeder behält seine Mülltonne, wir haben sie vom bisherigen Anbieter gekauft.“ Mit den besonders kleinen Tonnen und den geringen Gebühren trage man der demografischen Entwicklung Rechnung: „Es gibt nun mal sehr viele allein lebende und ältere Menschen im Landkreis“, so der Vizelandrat. Wer bislang eine 60-Liter-Tonne hatte und diese aber gegen eine kleinere tauschen möchte, sollte sich bis Ende November entschieden und dies bei der Ver- und Entsorgungsgesellschaft des Landkreises (VEO) angemeldet haben.

Ein Tonnentausch ist jedoch auch 2017 nach Voranmeldung vierteljährlich noch möglich. Einmal tauschen im Jahr ist kostenlos, wer mehrfach wechselt, muss dafür dann Gebühren bezahlen.

Jörg Hasselmann macht deutlich, dass es aber auch moderate Erhöhungen gibt. So steigen im Altkreis Ostvorpommern die Gebühren jährlich um etwa 18 Euro. Er begründet dies damit, dass alle Müllfahrer – die der kommunalen Gesellschaft und die von Remondis – ab Januar zum ersten Mal nach Tarif bezahlt werden. „Auch das war eine Forderung des Kreistages“, fügt er an.

Einige Leistungen der alten Satzung fallen künftig für die Greifswalder weg. So wird es keine Grünschnittabfuhr mehr geben. Dafür kann jeder Bürger täglich bis zu einem Kubikmeter Grünschnitt kostenlos auf einem der Wertstoffhöfe abliefern. Auch das Abholen der Tonnen bis zu 15 Meter von der Grundstücksgrenze entfernt ist passé. „Wie überall im Landkreis müssen die Greifswalder ihre Tonnen künftig an der Straße abstellen“, sagt VEO-Chef Egon Raschke.

Cornelia Meerkatz

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