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Neues Gebäude für Zeltplatz

Lütow Neues Gebäude für Zeltplatz

Auf Lütows Campingplatz ist die Rezeption ein Container. Nach dem Brand ist der Wiederaufbau für 2014 geplant.

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Neben der Brandruine der Rezeption (rechts) wird der Lütower Campingplatz nun aus einem Baucontainer heraus „regiert“.

Lütow. Das Herz des Campingplatzes in Lütow schlägt derzeit noch in einem Baucontainer. Einem Provisorium. Die Rezeption brannte im April dieses Jahres ab (die OZ berichtete). Laut Polizeihauptkommissar Andreas Scholz vom Präsidium Neubrandenburg gibt es „deutliche Hinweise auf eine Brandstiftung. Die Ermittlungen laufen noch“, sagte er gestern.

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Neben der Brandruine der Rezeption (rechts) wird der Lütower Campingplatz nun aus einem Baucontainer heraus „regiert“.

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„Wir hoffen, dass wir mit der Gemeinde und den Behörden so weit kommen, dass wir bis zur neuen Saison das Rezeptionsgebäude wieder aufgebaut haben“, sagt Carsten Freitag. Der 35-Jährige betreibt mit seiner Mutter Ingrid (65) den Campingplatz am Achterwasser. 1993 haben sie das rund 18 Hektar große Gelände gepachtet, fünf Jahre später gekauft.

Mit Behördenvertretern werden sich Mutter und Sohn wohl künftig häufiger auseinandersetzen müssen, denn der Natur-Campingplatz soll komplett überplant werden. Der Beschluss über die Aufstellung des Bebauungsplanes hat das Lütower Parlament bereits passiert. „Uns geht es mit dem Bauleitverfahren um Planungssicherheit. Jetzt können wir anfangen und uns Gedanken machen, was hier künftig passieren kann“, sagt Carsten Freitag. Große Investitionen kündigt er damit aber nicht an. „Modernisierungen sind geplant und der Neubau eines Feuerlöschteiches“, so Freitag. Das war auch eine Forderung der örtlichen Wehr. Feuerwehrchef Robert Koch hatte nach dem Brand der Rezeption verkündet, keinen Brandschutz für den Campingplatz mehr zu übernehmen, weil es an Löschwasser mangele. Der neue Löschteich sei schon eingemessen. „Wir wollen ihn naturnah anlegen als Erlebnisraum für die Gäste“, kündigt der Platzchef an. Naturschutz sei auf dem Areal das A und O. „Hier wollen schließlich naturbegeisterte Menschen die Natur auch erleben.“ Im Zuge der Neuordnung soll der Campingplatz, den es bereits seit den 1960er Jahren auf der Halbinsel Gnitz gibt, eine Kläranlage bekommen. Bislang gibt es nur Sammelgruben.

Von Ostern bis Ende Oktober ist der Platz geöffnet. „Wir sind stark wetterabhängig“, nennt Ingrid Freitag einen Standortnachteil gegenüber den großen Plätzen an der Ostseeküste. „Dafür punkten wir mit mehr Natur, mehr Ruhe und mehr Platz.“ Die Philosophie der Betreiber lautet nämlich: „Bei uns herrscht Selbstbestimmung und freie Platzwahl. Hier gibt es keine Parzellierung wie in einem Schrebergarten. Die Stellplätze sind so individuell wie unsere Gäste“, meint die Seniorchefin. Eine eigene Campingklientel habe Lütow nicht — „zu uns kommen Familien, Öko-Pärchen mit dem Fahrrad oder Senioren mit dem Wohnmobil. Querbeet“, sagt Carsten Freitag. Und Familienväter, die vor Jahren als Jugendliche hier waren und jetzt die Frau mitbringen.

So wie Jens Seifert aus Berlin. Der 49-Jährige war mit 15 Jahren das erste Mal auf dem Campingplatz. Einmal Lütow, immer Lütow. Nun sitzt er mit seiner Frau Petra vor dem Zelt am Wasser und schwärmt.

„Am Tage hat man den Trubel in den Ostseebädern, abends genießt man hier den Sonnenuntergang. Einfach toll.“

Natur Camping Usedom

450 Stellplätze gibt es auf dem Campingplatz: für Zelte, Wohnmobile, Caravan und Wohnwagen. Hinzu kommen Hütten und Ferienhäuser.

3festangestellte Mitarbeiter beschäftigt die GbR. Dazu kommen Saisonkräfte und zwei Auszubildende zum Tourismuskaufmann.
1999in dem Jahr hat die Familie Freitag den Campingplatz erworben.

Hier wollen naturbegeisterte Menschen die Natur auch erleben.“Carsten Freitag, Platzchef

 

 

Henrik Nitzsche

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