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Usedom Präzisionsarbeit in der Baugrube
Vorpommern Usedom Präzisionsarbeit in der Baugrube
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00:00 27.03.2014
Der Einbau des Pumpengehäuses in den metertiefen Schacht war Millimeterarbeit. Quelle: db

Mit einer Investitionssumme von rund zwei Millionen Euro verwirklicht der Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung (ZVWAB) Insel Usedom derzeit eines seiner größeren Vorhaben, und zwar im Norden der Insel — zwischen Zecherin und Bannemin. Während Zecherin erstmals an das Abwassernetz angeschlossen wird, steht in Mölschow der Umbau des Klärwerkes zum Hauptpumpwerk auf der Tagesordnung. Zugleich werden in Richtung Bannemin neue Abwasserleitungen verlegt, so dass dort der Anschluss an die Rohrtrasse in Richtung Klärwerk Zinnowitz erfolgen kann. Bis Ende Juni sollen diese Arbeiten beendet sein.

Gestern stand in der Mölschower Kläranlage der wohl spektakulärste Akt des ganzen Projektes an: Mitarbeiter einer Spezialfirma aus Grimmen versenkten das Pumpengehäuse in die Baugrube. Besonders aufmerksamer Beobachter dieser Präzisionsarbeit war ZVWAB-Mitarbeiter Dietmar Sittig. Von ihm war zu erfahren, dass die Anlage am Mölschower Ortsrand zwar als Klärwerk stillgelegt und zum Pumpwerk umfunktioniert wird, die dort stehenden Betonbehälter aber weiter als Zwischen- und Reservespeicher für einen eventuellen Havariefall genutzt werden. Sittig geht vom Ende der Erschließungs- und Straßenbauarbeiten in der Zecheriner Dorfstraße für Ende April aus. Anschließend sei noch die Leitung im Wolgaster Weg zu verlegen, eine Aufgabe, die längst nicht so kompliziert und aufwändig wie die in der Dorfstraße sei.

Dietmar Sittig nennt als weitere größere im Inselnorden zu realisierende Projekte die Schließung der Kläranlage in Karlshagen und die Überleitung der Abwässer aus dem Raum Peenemünde/Karlshagen nach Wolgast sowie den Abbau der Kleinkläranlage in Krummin und den Anschluss des Leitungsnetzes von Neeberg und Krummin über Bannemin nach Zinnowitz.

Während der Kran das tonnenschwere Pumpengehäuse zentimetergenau in die metertiefe Baugrube bei Mölschow versenkt, läuft dort die Entwässerungsanlage weiter auf vollen Touren. „Wir haben es hier mit einem Grundwasserspiegel von nur knapp eineinhalb Metern zu tun“, erklärt Dietmar Sittig. „Bei einer Förderleistung von 200 Kubikmetern pro Tag können wir uns auch während der Montagearbeiten keine Pause erlauben.“

Großinvestition des Zweckverbandes
2 Millionen Euro beträgt die Investitionssumme des Zweckverbandes Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung (ZVWAB) Insel Usedom, um Zecherin und Bannemin ans Abwassernetz anzuschließen und in Mölschow das Klärwerk zum Hauptpumpwerk umzubauen.
7500 Meter Rohrleitungen müssen für das Vorhaben zwischen Zecherin und Bannemin verlegt werden.
800 Einwohner sind nach Abschluss der Arbeiten an die Kläranlage Mölschow angeschlossen.



Dietrich Butenschön

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