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Promenaden-Herberge für die Jugend bis 2040 gesichert

Heringsdorf Promenaden-Herberge für die Jugend bis 2040 gesichert

Heringsdorf: Freude bei den dienstältesten Herbergseltern Mecklenburg-Vorpommerns/ Monika und Rainer Dumke sind stolz über den verlängerten Erbbaurechtsvertrag

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Monika und Rainer Dumke sind Herbergseltern in Heringsdorf. Im Jugendherbergswerk MV sind sie die dienstältesten Leiter. Fotos (3) Angelika Gutsche

Heringsdorf. Mit der Unterschrift unter den Erbbaurechtsvertrag für ein knapp 10000 Quadratmeter großes Promenadengrundstück in Heringsdorf wird eine bestehende Partnerschaft neu belebt. Bis 2040 überlässt die Gemeinde das Anwesen dem bisherigen Nutzer, dem Deutschen Jugendherbergswerk MV. „Heringsdorf ist unser Zugpferd“, sagt Vorstandsvorsitzender Kai-Michael Stybel. Einer der Gründe: Nur acht der insgesamt 18 Herbergen im Land sind ganzjährig geöffnet. Heringsdorf gehört dazu. Außerdem hat sich die bei Schulklassen, Musikanten, Behindertengruppen, Jugendlichen und jungen Familien beliebte Unterkunft einen Ruf als Sportlerherberge erarbeitet. „Dazu tragen neben der strandnahen Lage, die gute Betreuung, das Programmangebot und die Nutzungsmöglichkeit der Sportstätten bei. Dass Handballer, Fußballer und andere Sportler in der Pommernhalle oder auf Sportplätzen trainieren können, ist der engen Zusammenarbeit mit der Gemeinde zu danken“, sagt Stybel.

OZ-Bild

Heringsdorf: Freude bei den dienstältesten Herbergseltern Mecklenburg-Vorpommerns/ Monika und Rainer Dumke sind stolz über den verlängerten Erbbaurechtsvertrag

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In der Gemeinde wird im Gegenzug die Arbeit der Herberge geschätzt. Laut Bürgermeister Lars Petersen (CDU) bildet seine Unterschrift unter dem Erbbaurechtsvertrag die Wertschätzung der Einrichtung ab. „Hier bekommen wir stets Unterstützung für Heringsdorfer Belange“, sagte er und nannte die Hilfe bei der Flüchtlingsbetreuung, bei der Rettungsschwimmerversorgung oder bei Sportereignissen als Beispiele. „In dieser exponierten Lage würde jeder private Investor das Grundstück völlig zubauen. Da wollen wir lieber Kindern und Jugendlichen die Chance geben, sich in Ostseenähe zu erholen“, so Petersen, der den Ursprung des guten Miteinanders im Wirken der Herbergseltern sieht.

Monika und Rainer Dumke sind seit 1989 mit Herz und Blut Herbergseltern und inzwischen die dienstältesten im Land. Die Verantwortlichkeiten hat sich das Paar geteilt. Während Rainer Dumke vorwiegend Verwaltungsaufgaben erfüllt, obliegen seiner Ehefrau die wirtschaftlichen Belange. Gemeinsam führen sie das in der Hochsaison zwölfköpfige Team. „Herbergseltern zu sein, bringt viele schöne Erfahrungen mit sich. Für manche Kinder bin ich hier Mutterersatz“, berichtet sie von einem kleinen Jungen, der ihr gerade bei der Abreise sagte, wie schade es sei, dass er sie verlassen muss. „Vor allem unsere gehandicapten Gäste sind sehr dankbar und anhänglich.“ Ihr Mann fügt an: „Hier ist jeder Tag anders, und man lernt stets dazu, vor allem viele Leute kennen.“

Seit 1990 haben sich rund 780000 internationale, überwiegend junge Gäste in der Heringsdorfer Jugendherberge erholt.

Schöne Bestätigung

Der Beschluss zur Übergabe des Promenadenanwesens an das Jugendherbergswerk fiel Anfang der 1990er Jahre mit nur einer Mehrstimme äußerst knapp. Die Verlängerung des Vertrages wurde jetzt einstimmig beschlossen. Welch schöne Bestätigung für die Arbeit des Jugendherbergswerks, der Herbergseltern und ihrem Team. Seit Monika und Rainer Dumke 1989 die Leitung der 1953 gegründeten Herberge übernahmen, wurden Gemeinde und Einrichtung zu echten Partnern. Die Unterbringung von Kindern an der Promenade war schon Werbung für den Ort, als noch niemand von Marketing im Tourismus sprach. Der schönste Beweis sind heute die Gäste, die sich schon als Kind hinter den Heringsdorfer Dünen erholen durften.

Angelika Gutsche

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