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Schinkel-Leuchtturm: Kein Aufstieg bei starkem Wind

Swinemünde Schinkel-Leuchtturm: Kein Aufstieg bei starkem Wind

Mitarbeiterin Barbara Jurewicz begründet verärgerten Touristen die Schließung mit Sicherheitsbedenken

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68 Meter über dem Meeresspiegel leuchtet das Feuer des Turms. FOTO: rj

Swinemünde. Im Herbst ist der Leuchtturm in Swinemünde ein beliebtes Touristenziel – mitunter sogar einer der Pflichtpunkte beim Besuch der Kurstadt. Zu dieser Jahreszeit muss man allerdings auch darauf vorbereitet sein, dass der nach Entwürfen von Karl-Friedrich Schinkel gebaute Turm geschlossen ist.

So standen auch einige deutsche Touristen kürzlich vor verschlossener Tür. Sie wunderten sich, warum der Leuchtturm geschlossen ist, obwohl das Objekt ganzjährig offen steht. An der Tür hing eine Information, dass es zu windig sei. Leuchtturmmitarbeiterin Barbara Jurewicz sagt, dass der Turm aus Sicherheitsgründen mitunter auch an schönen Tagen geschlossen werden muss. „Es gibt Tage, an denen wir schließen müssen, weil der Aufstieg gefährlich ist. Die Kraft des Windes, die am Boden gering erscheinen mag, wächst zur Spitze hin erheblich. Wenn der Wind am Boden acht bis zehn Meter pro Sekunde weht, können oben wirklich schwierige Bedingungen herrschen. Der Wind kann Besucher an die Wand drücken oder sogar umwerfen“, sagt Barbara Jurkiewicz.

Vor der Entscheidung, den Leuchtturm zu schließen, wird die Wettervorhersage geprüft. Die Mitarbeiter kontaktieren auch das Seeamt in Stettin. Es lohnt sich also vor dem geplanten Besuch des Leuchtturms, die Wettervorhersage zu überprüfen, vor allem die Windstärke. Leider gibt es im Herbst und Winter recht viele Sturmtage und der Zugang zum Leuchtturm ist nicht so wie im Sommer möglich.

Der Swinemünder Leuchtturm ist der höchste in Polen und einer der höchsten in Europa. Er zählt über 65 Meter. Mehr als 300 Stufen führen auf die Spitze. Als einziger Leuchtturm der Welt zeigt er die Richtung in zwei Farben. Das weiße Leuchtfeuer ist von der Ostseeseite, das rote vom Stettiner Haff sichtbar. Im Erdgeschoss erzählt eine kleine Ausstellung die Turmgeschichte. Außerdem gibt es interessante Geräte, die früher auf Schiffen eingesetzt wurden; zum Beispiel ein großes Steuerrad und eine verschmorte Glühbirne mit 4200 kW elektrischer Leistung, die früher im Turm leuchtete.

Radek Jagielski

OZ

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