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Schlechtes Zeugnis für Usedomer Radwege

Insel Usedom Schlechtes Zeugnis für Usedomer Radwege

Hervorragend bis lebensgefährlich.“ Das ist die Einschätzung von Dirks-Birker Hasse über die Radwege der Insel Usedom. Der Radfahrer vom Kreisvorstand des Fahrradclubs Freising in Bayern weilte auf der Insel und nahm die Strecken unter die Lupe. Er stellte gravierende Qualitätsunterschiede fest.

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Die Kritik nehmen wir an, sie ist aber teilweise übertrieben.Karl-Heinz Schröder Vorsteher des Südamtes

Insel Usedom. Dirks-Birker Hasse vom Kreisvorstand des Fahrradclubs Freising (Bayern) hat den Radwegen auf Usedom kein gutes Zeugnis ausgestellt. Weil er im nächsten Jahr eine Mehrtagestour mit Mitgliedern seines Verbandes auf der Insel plant, hat er sich nun die Strecken angeschaut und bewertet. Sein Urteil: „Ich habe gravierende Qualitätsunterschiede festgestellt, die von hervorragend bis zu lebensgefährlich eingestuft werden können. Letzteres ist mir vor allem im Lieper Winkel aufgefallen. Ich bin teilweise auf dem Usedomer Rundradweg gefahren“, so Hasse.

 

OZ-Bild

Dirks-Birker Hasse war mit dem Rad auf Usedom unterwegs.

Quelle: Foto: Privat

Als Beispiele nennt er den Radweg zwischen Grüssow und Warthe. „Hier muss man meist auf dem Damm fahren, der keine befestigte Oberfläche sondern eine in die Grasnarbe ausgefahrene Spur hat. Von Krienke nach Liepe ist es auch schwierig. Den Radweg würde ich hier nicht als Radweg bezeichnen, sondern eher als Panzerteststrecke. Der Plattenweg ist gemeingefährlich. Hier sind Betonplatten verlegt, die mittig leicht schräg eine Fuge haben. Dagegen ist nichts einzuwenden. Teilweise sind die Fugen zwischen den Platten bis zu fünf Zentimeter geöffnet und bis zu sechs Zentimeter tief. Ich möchte mir nicht vorstellen, was mit dem Radfahrer passiert, wenn er in diese Fuge kommt und stürzt. Die Ortsdurchfahrt Morgenitz ist nicht fahrradtauglich, man kann zwar auf den Gehweg ausweichen, aber wenn von vorne jemand kommt, kann man aneinander nicht vorbei fahren. Der aus Krienke kommende muss dann von der Bordsteinkannte auf den groben Kopfsteinpflaster springen. Zwischen Balm und Neppermin wächst der Radweg langsam zu“, so das Urteil des ADFC-Mitgliedes. Hasse hat seine Bewertungen der Radwege an das Südamt geschickt.

Den Eingang bestätigte Südamtsvorsteher Karl-Heinz Schröder. Für ihn ist die Kritik des Freisingers „übertrieben und nicht sachgerecht. Im Amtsbereich sind an mehreren Radwegen Mäharbeiten im Gange.

Wir bräuchten in den Gemeinden mehr Personal, um die Radwege kontinuierlich pflegen zu können.“ Zum Zustand des Weges zwischen Grüssow und Warthe meint Schröder: „Wir müssten die Deichkrone so ausbauen, dass dort auch schwere Technik für die Pflege fahren kann. Dafür ist aber das Geld nicht da. Die Kommunen müssen entscheiden, wofür die wenigen Eigenmittel genutzt werden.

Radwegausbau oder vielleicht einen Spielplatz bauen – das muss abgewogen werden“, so der Amtsvorsteher, der sich gewünscht hätte, dass der Freisinger sich bei ihm meldet. „Er ist viele Wege gefahren, die natürlich noch nicht ausgebaut sind. Wir wissen selbst, dass beispielsweise Radwege im Bereich der Stadt Usedom oder in Kamminke dringend saniert werden müssen.“

Trotz der Kritik hat Hasse auch Positives erlebt: „Von Quilitz bis Rankwitz-Hafen ist dank eines neuen Straßenbelages und des Radweges ein angenehmes Radeln möglich.“ Und von Usedom ist er begeistert. „Ich habe Feldhasen gesehen, ein Seeadlerpaar flog etwa zwanzig Meter über meinen Kopf, ein Marder sprang mir vor das Rad und hinter Krienke habe ich sogar eine Trappe gehört.“

Hasse will wiederkommen und im nächsten Jahr mit den Mitgliedern des Verbandes die Insel auf dem Rad erkunden. „Vielleicht sind bis dahin der eine oder andere Radweg im Lieper Winkel ausgebaut und Missstände beseitigt.“

Henrik Nitzsche

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