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Slawische Siedlung soll untersucht werden

Usedom Slawische Siedlung soll untersucht werden

Die Stadt Usedom muss 47 500 Euro für die Ausgrabungen der Bodendenkmalschützer aufbringen / Verkehr in der Peenestraße nimmt durch Lastwagen zu

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Am Hafen wurden die alten Häuser abgerissen.

Quelle: Ingrid Nadler

Usedom. Dass Usedom auf geschichtsträchtigem Boden steht, wurde jetzt einmal mehr deutlich. Ob Fluch oder Segen, sei einmal dahin gestellt. Fakt ist, dass Bodendenkmalschützer auch bei den Erdarbeiten für die Umgehungsstraße zum Hafen Reste einer slawischen Siedlung ausgemacht haben. Sie werden in den nächsten sechs Wochen einen 150 Meter langen Abschnitt archäologisch untersuchen und gegebenenfalls Funde sichern. Dafür muss die Stadt 47500 Euro aufbringen! Außerdem einen beheizbaren Container und einen Minibagger stellen.

OZ-Bild

Die Stadt Usedom muss 47 500 Euro für die Ausgrabungen der Bodendenkmalschützer aufbringen / Verkehr in der Peenestraße nimmt durch Lastwagen zu

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Wobei Bürgermeister Jochen Storrer während der Stadtvertretersitzung am Mittwoch die Kooperation mit den am Hafen tätigen Baufirmen lobt. Sie wollen gemeinsam dazu beitragen, wenigstens die Zusatzkosten so gering wie möglich zu halten.

Währenddessen gehen die Erd- und Abrissarbeiten im Hafen weiter, was dazu führt, dass der Lkw-Verkehr in der Stadt stark zugenommen hat. Wie Stadtvertreter Günther Jikeli kritisiert, würden die Lastwagen keineswegs in gemäßigtem Tempo fahren, was den Häusern in der engen Peenestraße schaden könnte und für Anwohner gefährlich sei. Um das Tempo zu drosseln hat er im Namen seiner Fraktion SPD/Linke den Antrag auf Aufhebung des Parkverbots in der Peenestraße gestellt. Das wurde jedoch mehrheitlich abgelehnt.

„Das würde dazu führen, dass die Leute kreuz und quer parken und selbst für die Feuerwehr kein Durchkommen mehr ist“, sagt Bauausschussvorsitzender Gert Wendlandt. Und Grit Kaspereit fügt hinzu:

„Dann werden uns die Bürgersteige kaputt gefahren und die Lampen beschädigt.“ Sie könne nicht bestätigen, dass die Lastwagen zu schnell unterwegs seien. Sie sei mehrfach hinter ihnen hergefahren und habe höchstens 40 km/h auf dem Tacho gemessen.

„Lasst uns hierauf keine Energie mehr verwenden, sondern dafür sorgen, dass die Umgehungsstraße möglichst bald komplett befahrbar ist. Dann hat sich das Problem von selbst erledigt“, sagte Stefan Grundmann.

In dem noch ungelösten Streitfall geht es, wie berichtet, um einen 60 Meter langen Abschnitt, an dem die Straße sehr dicht am Haus einer Anwohnerin vorbei führt. Wie Bürgermeister Storrer informierte, hat es vor dem Verwaltungsgericht Greifswald im Rahmen einer Güteverhandlung einen ersten Termin gegeben. Am 2. November werde man erneut zusammen kommen und hoffentlich eine einvernehmliche Lösung finden. Bis auf Weiteres dürfe in dem Abschnitt jedoch nicht gebaut werden und der Durchgangsverkehr müsse auf das Notwendigste reduziert werden, so Storrer.

Inzwischen haben auch die Ausbaggerungen im See begonnen. „Das ist bei unserem Vorhaben der größte Brocken und wir hoffen, dass Sturm und Frost uns möglichst lange erspart bleiben.“ Überwacht werden alle Arbeiten am Hafen nicht nur von Bodendenkmalschützern und Sicherheitsinspektoren, sondern auch von der Unteren Naturschutzbehörde, die eine ökologische Baubegleitung fordert.

Ingrid Nadler

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