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Stagnießer Hafen startet nach Komplettsanierung durch

Ückeritz Stagnießer Hafen startet nach Komplettsanierung durch

Der dreimonatige Probelauf 2013 macht Kurdirektor Reno Reifert Mut. Für eine erfolgreiche Refinanzierung der Zwei-Millionen-Investition wurde ein Konzept erstellt.

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Noch herrscht im Stagnießer Hafen Stille. Lediglich die MS Jesicca hat hier für Ausflugsfahrten festgemacht. Fotos (2): Angelika Gutsche

Ückeritz. Noch dominiert Stille den Stagnießer Hafen. „Erst für die nächsten Tage haben die ersten Segler angekündigt, ihre Boote zu Wasser zu lassen“, sagt Kurdirektor Reno Reifert.

Nach der Grundsanierung des Areals samt Hafeneinfahrt war 2013 nur noch wenig Zeit, den wirtschaftlichen Betrieb zu testen. „Ganz ohne Werbung kamen viele neugierige Segler auf Schnuppertour zu uns.

Drei Monate waren aber zu kurz, um Grundsätzliches zu sagen. Nur soviel: Wer bei uns festmachte, war begeistert“, gibt Reifert eine erste Resonanz der Wassersportler wieder.

Sorgen über die Refinanzierung der zwei Millionen Euro teuren Investition muss Reifert sich kaum machen. Die 63 Dauerliegeplätze sind so begehrt, dass es für Nachrücker eine Warteliste gibt.

Für die 44 Gastliegeplätze wird jetzt kräftig die Werbetrommel gerührt. „Wir waren schon mit einem Informations-Faltblatt auf Messen“, berichtet der Kurdirektor. Nicht nur die Angebote im Hafen — auch touristische Attraktionen im näheren Umfeld, wie Forstamt, Kletterwald, Strand und die günstigen verkehrstechnischen Anbindung, werden beworben. Reifert ist klar, dass Stammgäste nur mit einem guten Konzept für den Hafen gekapert werden können. „Zum Beispiel soll es hier Veranstaltungen wie Ansegeln, Sommerfeste und Grillabende geben“, sagt Reifert, der dafür die Gründung eines Vereins vorschlägt. Bei einer ersten Zusammenkunft mit den Dauernutzern erntete diese Idee Zustimmung.

Auf weniger positive Resonanz stieß die Herausgabe einer Hafencard mit vergünstigten Angeboten für die Nutzung umliegender Restaurants und Freizeiteinrichtungen, die ebenfalls zum Hafenkonzept gehört. „Uns kommt es darauf an, das besondere Flair des Stagnießer Hafens mit den Angeboten der Region zu verbinden. Dabei wollen wir uns stark an den Wünschen der Kunden orientieren“, kündigt Reifert an.

Einer dieser Wünsche ist ein fester Ansprechpartner für die Segler. Gerade wurde das neue Hafenmeisterhaus an zwei Gewerbetreibende übergeben. Hartmut Wolff, Inhaber der Ückeritzer Personenschifffahrt, deren MS „Jesicca“ in Stagnieß ihren Liegeplatz hat, und Daniel Labahn, Inhaber des benachbarten Campingplatzes, betreiben die Informationsstelle mit Sanitärbereich und anmietbarer Bootswerkstatt. Das Hafenmeisterbüro soll ab Ostern täglich zwischen 8 und 10 Uhr sowie 17 und 20 Uhr geöffnet sein. „Damit haben Neuankömmlinge Gelegenheit, schnell mit Wasser- und Stromanschlüssen sowie Informationen rund ums Seebad versorgt zu werden“, erklärt Reifert zur neuen Außenstelle der Gästeinformation.

Allerdings: Das maritime Kleinod hat bereits einen ersten Kratzer bekommen. Reno Reifert ärgert sich, dass einige Segelfreunde eigenmächtige Veränderungen an ihren Liegeplätzen vornahmen. Im Hafenbereich wurden Bretter und Ösen angebracht und kleine Stege gebaut. „Wenn wir das durchgehen lassen, haben wir bald wieder den Wildwuchs, den wir vor der Hafensanierung hatten“, begründet der Kurdirektor seine Aufforderung zum Rückbau bis Mitte Mai. Ansonsten drohe die Aufkündigung des Liegevertrags.

Maritimes Kleinod

2Millionen Euro hat die Gemeinde Ückeritz einschließlich Fördermitteln in den Hafen Stagnieß investiert.
63 Segler haben hier einen Dauerliegeplatz für ihr Boot.
44Gäste haben Platz, um den Hafen auf Zeit zu besuchen.

 



Angelika Gutsche

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Ückeritz-Stagnieß
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