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Überdachte Eissportanlage: Favorit Grenzparkplatz Ahlbeck

Heringsdorf Überdachte Eissportanlage: Favorit Grenzparkplatz Ahlbeck

Mehrheit der Heringsdorfer Abgeordneten spricht sich für Standort im F-Plan aus

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Jahr für Jahr bauen Mitglieder des REV und viele Helfer die Eisbahn an der Heringsdorfer Promenade auf. Wie lange noch?

Quelle: Foto: Gert Nitzsche/archiv

Heringsdorf. Eislaufen an der Grenze: Eine Mehrheit der Heringsdorfer Gemeindevertreter favorisiert den Grenzparkplatz in Ahlbeck für den Bau einer überdachten Eissportanlage. Der Beschluss in der jüngsten Sitzung bezieht sich aber nur auf die laufende Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde. Dort soll das Areal als Standort für eine saisonverlängernde Maßnahme ausgewiesen werden. „Seit zehn Jahren beschäftigen wir uns mit der Standortfindung für die Eisbahn. Wir müssen doch mal zu einer Entscheidung kommen. Hier reden wir aber nicht nur über eine Eisbahnfläche. Mit der Überdachung kann das Areal ganzjährig für Veranstaltungen genutzt werden“, argumentierte Hans-Jürgen Merkle (BI) und initiierte die Abstimmung, die mit fünf Gegenstimmen für den Grenzparkplatz ausfiel.

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Mehrheit der Heringsdorfer Abgeordneten spricht sich für Standort im F-Plan aus

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Seit vielen Jahren wird an der Heringsdorfer Promenade mit immensen Kosten (rund 80 000 Euro) die Eisbahn aufgebaut und betrieben. Federführend sind die Mitglieder des Roll- und Eissportvereins (REV) und viele freiwillige Helfer rund um den REV-Chef Ronald Richter. „Wenn wir was für den Verein tun wollen, müssen wir uns beeilen. Aus ökologischer Sicht macht die Anlage an der Promenade keinen Sinn mehr“, so der BI-Abgeordnete Joachim Schultz.

Trotz des Grundsatzbeschlusses sieht Bauamtsleiter Andreas Hartwig kaum Licht am Ende des Tunnels. „Wir reden hier über eine Eisfläche, die für Turniere geeignet sein soll, über Betriebsräume, Umkleide- und Sanitärbereich, eine Tribüne, Gastronomie und auch eine mögliche Unterbringung von Sportlern. Was will die Gemeinde, was kann sie sich überhaupt leisten?“, so Hartwig zu vielen offenen Fragen und finanziellen Großvorhaben in der Gemeinde. Stichwort: Schulumbau und Sanierung der Ostseetherme.

Statt des Beschlusses mit der Änderung des Flächennutzungsplanes hätte er sich zur Eisbahn eine „tiefere Diskussion“ gewünscht. „Nehmen wir mal die Synergieeffekte, die ich in punkto Wärme beispielsweise bei der Ostseetherme sehe, aber nicht beim Grenzparkplatz“, so der Bauamtsleiter.

Dass von einem Berliner Büro erstellte Gutachten sieht bei beiden Standorten Probleme. Gegen die Therme als Standort für die Eisbahn spreche die Nachbarbebauung und mögliche Lärmbelästigung, beim Grenzparkplatz sehen die Planer vor allem umweltrechtliche Schwierigkeiten.

Investor abgesprungen

Mit Jens Hallaschk, Geschäftsführer der Energieagentur MV, gab es einen Investoren, der auf dem Ahlbecker Grenzparkplatz eine Eishalle mit Hockey- und Curlingfeld sowie einem Tobeland für Kinder bauen wollte. Rund zehn Millionen Euro sollte die Anlage kosten. Hallaschk, früher selbst aktiver Eishockeyspieler bei Dynamo Weißwasser, wollte für 20 000 Euro die Fläche auf dem Grenzparkplatz erwerben. Das Kaufangebot wurde von der Gemeindevertretung abgelehnt. Der Bodenrichtwert des Grenzparkplatzes liege auf der Grundlage der bestehenden Pachtverträge bei 680 000 Euro.

Stattdessen beschlossen die Heringsdorfer, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Ein Büro untersuchte mehrere Standorte. Zur Auswahl standen die Ostseetherme, Zirowberg Ahlbeck, Heringsdorfer Promenade (jetziger Standort) sowie der Grenzparkplatz Ahlbeck. Letzterer soll nun als Eisbahnfläche in den F-Plan.

Henrik Nitzsche

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