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Ückeritz: Zu wenig los an der Kurmuschel

Ückeritz Ückeritz: Zu wenig los an der Kurmuschel

OZ-Strandtreff mit zahlreichen kritischen Urlaubern und verantwortlichen Vertretern der Gemeinde

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Bürgermeister Gerd Gamradt (l.) stellte sich den Fragen und Anregungen der zahlreich erschienenen Urlauber.

Quelle: Fotos: Hannes Ewert

Ückeritz. Eigentlich hätte der Strand in Ückeritz gestern eine kleine Tribüne gebraucht, damit alle Besucher vernünftig Platz haben. So groß war der Andrang zum wöchentlichen OZ-Strandtreff. Dieses Mal stellten sich Bürgermeister Gerd Gamradt (CDU) und Sybille Fux aus der Kurverwaltung den Fragen der Urlauber.

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OZ-Strandtreff mit zahlreichen kritischen Urlaubern und verantwortlichen Vertretern der Gemeinde

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OZ-Strandtreff

Schon zehn Minuten vor Beginn stand Dr. Günter Heller aus Leipzig in den Startlöchern und wollte das Gemeindeoberhaupt zu einer Sache fragen. „Mich interessiert vor allem, wie es auf dem Camping-Platz weitergeht“, sagt der 74-Jährige. Zwischen April und Oktober verbringen er und seine Frau die Zeit auf Usedom, danach geht es wieder nach Hause in die sächsische Metropole.

Bürgermeister Gamradt erklärte, dass es zu diesem Thema am 30. August eine Sitzung der Gemeindevertreter gibt. „Der Campingplatz wurde in den vergangenen 20 Jahren immer wieder vernachlässigt. Die sanitären Einrichtungen sind nicht mehr auf dem neusten Stand. Da muss in vielerlei Hinsicht etwas getan werden“, sagt Gamradt. Rund 6,5 Millionen Euro sollen investiert werden. „Wir beginnen mit dem vorderen Bereich des Platzes“, sagt er.

Bei vielen Strandtreff-Gästen stieß die nicht vorhandene abendliche Unterhaltung an der Kurmuschel in diesem Jahr besonders negativ auf. „In den Vorjahren war da immer etwas los. Oft jeden Abend“, sagt Urlauber Manfred Liehr aus Hannover. Seit 2001 kommt er jährlich nach Ückeritz, aber so wenig wie in diesem Jahr war noch nie los. Sybille Fux und Gerd Gamradt kennen das Problem von anderen Urlauber. Es meldeten sich schon häufiger Gäste zu dem Thema. „Wir haben die Konzerte nicht gestrichen und das Geld dafür einbehalten, sondern investierten das Budget in andere Sachen – zum Beispiel auf dem Camping-Platz“, erklärt Fux. Im kommenden Jahr soll jedoch alles besser werden, verspricht sie. „Wir werden wieder mehr Veranstaltungen aufnehmen“, sagt Gamradt.

Eine Erfolgsgeschichte ist nach Angaben der Gemeinde die Einführung des Shuttle-Busses im Ortszentrum im Mai dieses Jahres. Laut Statistik nutzten im vergangenen Monat etwa 8500 Fahrgäste das Angebot. „Wir haben gemerkt, dass er gut angenommen wird. Trotzdem gibt es immer noch Ecken und Kanten, die wir bis zur nächsten Saison ausbessern müssen. Das betrifft zum Beispiel die Abfahrtszeiten und die Route“, sagt Gamradt. Eine Urlauberin erklärte gestern, dass sie den Bus gerne genutzt hätte, dieser aber vor ihren Augen davon fuhr, während sie aus der Bahn stieg. „Das Ziel der nächsten Jahre sollte es sein, dass immer mehr Urlauber den Shuttle-Bus nutzen. Gemeinsam sollten wir daran arbeiten, die Leute in die Busse und auf die Schiene zu verlagern. Somit können wir einem Verkehrskollaps möglicherweise aus dem Weg gehen“, erklärt Gamradt.

Lobend äußerte sich Gudrun Müller (65) aus Berlin über die neuen behindertengerechten Strandzugänge am Aufgang X-4. „Mein Mann ist schwer krank und ist darauf angewiesen“, sagt sie. „Neu sind in diesem Jahr die behindertengerechten Toiletten am Strandaufgang. Die Nachfrage ist in den vergangenen Jahren gestiegen“, erklärt Sybille Fux.

Immer dienstags 13 Uhr am Hauptstrand

Den ersten OZ-Kurdirektoren - Sprechstunden von Karlshagen bis Loddin folgen bis Anfang September drei weitere Strandtreffs der Tourismus- Chefs und der OSTSEE-ZEITUNG in Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck.

Angekündigt durch die OZ und den Strandfunk, stellen sich die Kur-Chefs rund eine Stunde den Fragen der Gäste und nehmen deren Anregungen entgegen. Es geht um alle den Tourismus betreffenden Fragen.

Nächster Termin:

23. August, 13 Uhr in Bansin, am Hauptstrand

Hannes Ewert

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