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Urlauber: Mehr Partys auf dem Kurplatz!

Zempin Urlauber: Mehr Partys auf dem Kurplatz!

Bei der OZ-Sprechstunde am Strand von Zempin verteilen die Gäste Lob und Kritik an das Fremdenverkehrsamt

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Bürgermeister Werner Schön und Brigitte Grübsch (l.) vom Fremdenverkehrsamt gingen auf die Anregungen der Urlauber ein.

Quelle: Fotos: Hannes Ewert

Zempin. Heike Hähne möchte am Abend Musik hören, dazu einen Cocktail trinken, tanzen und auf das Wasser schauen. Eventuell auch eine Kleinigkeit essen. Die Urlauberin verweilt derzeit in Zempin und verbringt dort die schönste Zeit des Jahres – zum 13. Mal hintereinander. Doch es fehlt ihr an Freizeitangeboten in den Abendstunden. Dieses Problem schilderte die 45-Jährige aus der Oberlausitz bei der gestrigen OZ-Sprechstunde am Zempiner Hauptstrand.

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Bei der OZ-Sprechstunde am Strand von Zempin verteilen die Gäste Lob und Kritik an das Fremdenverkehrsamt

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Mit diesem Problem steht sie nicht alleine da. „Es kommen sehr häufig Urlauber zu uns und fragen, warum dort nichts los sei, und warum der Gastronom seine Schotten bereits vor Veranstaltungsende runterlässt“, sagt Brigitte Grübsch, Mitarbeiterin im Fremdenverkehrsamt. Mehrmals in der Woche erklären sie und ihre Kollegen das Problem. „Wir können als Gemeinde oder als Fremdenverkehrsamt wenig in die privatwirtschaftlichen Belange eines Gastronomen hineinreden. Das muss jeder selbst wissen, ob er am Abend noch einen Euro dazuverdienen möchte oder auch nicht. Wir haben ihm das Problem allerdings schon häufiger geschildert“, erklärt sie. Die Oberlausitzerin Heike Hähne kommt dennoch gerne nach Zempin. „Wenn ich auf dem Kurplatz stehe, denke ich aber an den Nachbarort Koserow. Dort klappt die gastronomische Versorgung auch am Abend. Am Zempiner Kurplatz steckt noch so viel Potential, das man noch ausschöpfen kann. Dieser Platz ist ein Filetstück in bester Lage und wäre mit Sicherheit jeden Abend hoch frequentiert, wenn das Angebot stimmt. Ich würde fast jeden Abend herkommen“, sagt sie.

Zum ersten Mal setzten Annett (40) und Stefan Höhn (45) ihre Füße auf Usedomer Boden. „In den vergangenen Jahren waren wir auch an der Ostsee, aber auf Rügen und dem Darß. Durch Freunde wurden wir auf Zempin aufmerksam“, erzählt der Sachse aus Wilthen. Und Stefan Höhn hat ein Ziel im Urlaub: Er möchte das Auto stehen lassen und vieles mit dem Rad oder zu Fuß erledigen. „Ich bin das ganze Jahr viel mit dem Auto unterwegs. Das muss ich nicht im Urlaub haben“, sagt er. Bürgermeister Werner Schön lobt seine Einstellung und verweist auf die oft verstopften Straßen im Sommer. „Am Montag waren wir in dem Erlebnis-Dorf in Koserow, später wollen wir eine Radtour machen“, erzählt Höhn. „Mich interessiert vor allem, ob es hier ein freies WLAN gibt“, sagt Stefan Höhn. Brigitte Grübsch vom Fremdenverkehrsamt klärt ihn auf. „Jeder Gast, der eine Kurkarte vorweisen kann, erhält im Büro des Fremdenverkehrsamtes das Passwort für das WLAN. „Dieses funktioniert dann auch am Strand. Das ist in diesem Jahr neu“, sagt sie.

Fragen zur Sicherheit der Radfahrer hatte Ulrich Woltering aus Berlin. „In der Hauptstadt sind viele Rowdies unterwegs. Man muss sich durchsetzen. Ich hoffe, das ist hier nicht so“, sagte er und fragte nach der Unfallhäufigkeit auf den Straßen. Werner Schön beruhigte ihn. „Im Urlaub sind die meisten Radfahrer oft etwas ruhiger unterwegs. Sie wollen sich vom Großstadttrubel erholen“, sagt er.

Zielgerichtet kam Hannelore Heinze aus Zittau auf den OZ-Strandtreff zu und wollte einmal ein großes Lob loswerden. Vor der Wende war sie viele Jahre auf Usedom, danach eine Weile nicht, aber nun zieht es die Rentnerin wieder her. „Mein Sohn ist Tiefbauer und ihm sind besonders die Pflasterarbeiten an der Promenade und am Kurplatz aufgefallen. Das sieht sehr gut aus“, sagt die 72-Jährige.

Bürgermeister Schön erklärte ihr, dass vor vielen Jahren einige Studenten ein Leitbild für Zempin erstellten. „Sie befragten Urlauber, zählten Radfahrer und vieles mehr. Dabei stellte sich heraus, dass der Platz nicht besonders ansehnlich war. Sie hatten das Gefühl, dass sie in ein dunkles Loch fahren. Durch die Promenade, die im Dezember 2011 eröffnet wurde, kam wieder mehr Helligkeit in die Sache. Es wirkt einladender“, betont er.

Immer dienstags 13 Uhr am Hauptstrand

Den ersten OZ-Kurdirektoren- Sprechstunden in Karlshagen, Trassenheide und Zempin folgen bis Anfang September sieben weitere Strandtreffs der Tourismuschefs und der OSTSEE- ZEITUNG in Zinnowitz, Koserow, Loddin, Ückeritz, Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck.

Angekündigt durch die OZ und den Strandfunk, stellen sich die Kur-Chefs rund eine Stunde den Fragen der Gäste und nehmen deren Anregungen entgegen. Es geht um alle den Tourismus betreffenden Fragen.

Termin: 26. Juli, 13 Uhr am Hauptrettungsturm Zinnowitz

Hannes Ewert

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