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Usedom Usedom bald noch schneller am Netz
Vorpommern Usedom Usedom bald noch schneller am Netz
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00:15 20.02.2015
Geräteführer Matthias Baumgardt (31) aus Friesack (Brandenburg) montiert die Leerrohre in Kölpinsee. Quelle: Hannes Ewert

Auf der Insel Usedom können die Bewohner und Urlauber bald schneller ans Netz gehen. Derzeit bereiten rund ein Dutzend Bauarbeiter die Verlegung von Glasfaserkabeln entlang der Bundesstraße 111 vor. Auf einer rund 28 Kilometer langen Strecke zwischen Zinnowitz und Ahlbeck werden bis zu vier Rohre gleichzeitig unterirdisch verlegt.

„Unser Ziel ist es, dass wir Anfang Mai die Arbeiten abgeschlossen haben. Dann legt der Netzbetreiber, in diesem Fall Kabel Deutschland, seine Kabel in unsere Rohre“, sagt Klaus Keppler (59), Bauleiter von der zuständigen Firma Dankers aus Fredenbeck bei Stade, die mit der Verlegung der Leerrohre beauftragt wurden. „Wenn alles fertig ist, surfen die Endkunden nach der Installation der Kabel mit einer Geschwindigkeit von 100 Mbit pro Sekunde im Internet. Das entspricht dem neuesten Standart. Vorher war auf Usedom leider keine Hochgeschwindigkeit möglich, da die Internetversorgung über ältere Kupferkabel in die Haushalte gelangte“, erklärt Keppler.

Nicht nur entlang der Bundestraße sind die Bauarbeiter unter der Erde aktiv. „In einigen Ostseebädern gehen wir mit der Kabelverlegung bis in den Ort hinein. Das betrifft zum Beispiel Zinnowitz. Dort legen wir anstatt zwei Kabel an der Hauptstraße sogar vier Kabel bis in die Ortsmitte“, erklärt Keppler. Das betrifft zum Beispiel den Dann- und den Möskenweg.

Die Rohre, die so dick wie ein menschlicher Unterarm sind, werden mithilfe einer speziellen Technik verlegt. „Entweder auf dem klassischen Weg, dass wir einen kleinen Graben buddeln oder wir durchspülen den Weg. Die Technik kommt unter anderem bei Unterführungen und Bahnstrecken zu Einsatz. Damit muss keine Straße aufgerissen werden “, erklärt er.

Die Verlegung der Rohre führt allerdings nicht automatisch dazu, dass die Internetnutzer schneller surfen können. „Es müssen auch die Anschlüsse und Dosen im Haus erneuert werden. Wie das funktioniert, erklärt Kabel Deutschland. Damit haben wir nichts zu tun“, erklärt Keppler.

Auch unter den Bürgermeistern wird diese Entscheidung mit offenen Armen begrüßt. „Wenn es schnelles Internet gibt, können sich auch Firmen besser ansiedeln. Das gehört zu einem nicht unwesentlichen Standortfaktor dazu“, sagt Heringsdorfs Bürgermeister Lars Petersen (49). „Ohne schnelles Internet geht in vielen Orten nichts. Auch das Hinterland muss in einer ländlichen Region wie Usedom davon profitieren“, meint Petersen.

„Die Verlegung von Glasfaserkabeln ist zeitgerecht und modern. Gerade in einer Region wie Usedom ist dies enorm wichtig, dass die Menschen an ein schnelles Netz angebunden sind. Wir leben vom Tourismus, und auch die Urlauber möchten an ein gutes Netz angeschlossen sein“, sagt Peter Usemann (33), Bürgermeister von Zinnowitz.

Gerade in den Sommermonaten seien die Netze häufig überlastet. „Das Problem besteht seit Jahren. Hoffentlich entspannt sich jetzt die Situation“, sagt Usemann.

Besseres Netz
184 Millionen Euro investiert Kabel Deutschland deutschlandweit in die Kundengewinnung und in das Glasfasernetz.
100 MBit/Sekunde beträgt die Surfgeschwindigkeit für Endkunden nach dem Umbau auf der Insel Usedom.



Hannes Ewert

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