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Usedomer Hafenbau liegt im Zeitplan

Usedom Usedomer Hafenbau liegt im Zeitplan

Schuten können wegen des Niedrigwassers derzeit aber nur mit halber Last Baggergut fahren

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Norbert Gaede an der Kehle: Die Bugwelle ist nicht so schlimm wie befürchtet. FOTOS: INGRID NADLER

Usedom. „Das Ausbaggern der Fahrrinne im Usedomer See läuft plangerecht“, hat Vize-Bürgermeister Gert Wendlandt während der gestrigen Bauberatung informiert. Allerdings würden die Schuten derzeit wegen des niedrigen Wasserstandes nur mit halber Last fahren können, was unökonomisch sei. Ein Kinderspiel ist der Abtransport des Baggergutes für die Männer der Ueckermünder Firma Colcrete von Essen, die für 2,9 Millionen Euro mit der Ausbaggerung beauftragt wurde, wahrlich nicht. Viereinhalb Stunden braucht das Schubschiff bis zur Verklappung im 90 Kilometer entfernten Peenemünde.

OZ-Bild

Schuten können wegen des Niedrigwassers derzeit aber nur mit halber Last Baggergut fahren

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Norbert Gaede, der unmittelbar an der nur 60 Meter breiten Durchfahrt vom Usedomer See ins Haff, der sogenannten Kehle, wohnt, hat schon beobachtet, dass sich so ein schwimmender Schwerlaster festgefahren hat. Gaede, der vorher schwerste Beschädigungen an der Kaimauer vor seiner Haustür befürchtet hat, gibt Entwarnung. „Sie fahren vorsichtig hier durch. Man kann sich mit den Männern dabei sogar unterhalten“, meint Gaede. Das ändere jedoch nichts an der Tatsache, dass in die Uferbefestigungen beiderseits der Kehle dringend investiert werden muss, „denn wenn der Hafen fertig ist, sollen hier ja Fahrgastschiffe lang fahren“, fügt Norbert Gaede hinzu. Was nach Auskunft der Stadt in der Verantwortung des Wasser- und Schifffahrtsamtes liege.

Voran geht es nun – hoffentlich ohne weitere Verzögerungen – auch mit der rückwärtigen Anbindung des Hafens. Nachdem die Stadt sich mit den Anliegern über einen Grunderwerb einigen konnte, führt die Straße nun nicht mehr 50 Zentimeter, sondern fünf Meter am Haus von Frau Schulz vorbei. Wie berichtet, hatten sich die Anwohner zur Durchsetzung ihrer Interessen rechtlichen Beistand geholt. Das Verwaltungsgericht Greifswald hatte ein Mediationsverfahren empfohlen, während dem die oben genannte Einigung zustande gekommen war. Beschlossen wurde ferner, dass die Umgehungsstraße an der bewussten Stelle nur drei Meter breit sein wird, was zu einer zusätzlichen Verkehrsberuhigung führen soll. Die neue Streckenführung über ein Wiesenstück ist inzwischen ausgeschachtet. Nun sind noch einmal die Archäologen am Zuge. Wenn diese ihre Okay geben, könnte die Straße durchgehend fertig gestellt und in diesem Zuge auch die jetzige Hafenzufahrt aufgeschüttet werden. Damit würde der mit dem Hafenausbau verbundene Schwerlasttransport durch die Altstadt weitgehend wegfallen.

Über 15 Millionen Euro für einen neuen Hafen

15,4 Millionen Euro investiert die Stadt Usedom in den Neubau des Hafens. Die Kosten für die reine Instandsetzung mit Steganlage und Spundwand, also den eigentlichen Wasserwanderrastplatz, liegen bei rund sechs Millionen Euro.

Weitere Kosten kommen auf die Stadt für die Ausbaggerung der Wasserstraße (rund 2,9 Millionen Euro), für die Zuwegung zum Hafengebiet sowie für das Bergen zweier großer Wracks dazu.

Die Sicherheits- und Gesundheitsüberwachung der gesamten Baumaßnahme des Usedomer See-Centers hat die Firma Peters aus Mönchhagen bei Rostock übernommen.

Die Fertigstellung des sogenannten See-Centers ist für das Jahr 2018 vorgesehen.

Ingrid Nadler

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