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Usedom Usedomer Imker sorgen für ein Blütenmeer
Vorpommern Usedom Usedomer Imker sorgen für ein Blütenmeer
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04:19 13.09.2013
Wenn der Blumensamen ausgesät wird, tun wir den Bienen Gutes.“Lothar Wilke, Imker

Mit einer besonderen Aktion wollen die Usedomer Imker bei der Landwirtschaftsschau MeLa auf die Bedeutung von Blumenwiesen für die Honigbienen hinweisen. Bei der 23.

Fachausstellung für Landwirtschaft und Ernährung, Fischwirtschaft, Forst, Jagd und Gartenbau, die noch bis Sonntag in Mühlengeez stattfindet, werden die Bienenzüchter kleine Samentütchen verteilen.

Darauf steht: „Samenmischung für blühende Landschaften für unsere Bienen“ und „Lass diese Idee auf fruchtbaren Boden fallen!“. Verbunden mit der Verteilaktion ist ein Fotowettbewerb des Landesverbandes der Imker. Bis zum 30. Juni kommenden Jahres können die schönsten Blütenfotos eingereicht werden. Die Prämierung der drei besten Arbeiten erfolgt auf dem 10. Landesimkertag. Der Neu- Sallenthiner Imker Lothar Wilke hat die Aktion initiiert, weil er aufmerksam machen möchte, wie wichtig Bienen für die Landwirtschaft und Gärtnerei sind. So verweist der 65-Jährige darauf, dass in MV 1455 Imker in 77 Vereinen organisiert sind. Diese halten rund 15 600 Bienenvölker mit geschätzten 963 Millionen Bienen. Damit diese auch künftig ein breites Nahrungsspektrum vorfinden, lautet Wilkes Aufruf: „Sorgen wir für ein Blütenmeer“.

Das Ausgangsmaterial dafür in Form bienenfreundlicher Samen hat die Gärtnerei Kühn in Alt-Sallenthin eingetütet. Darunter sind Phacelia, Ringelblumen, Studentenblumen, Fuchsschwanz, Türkischer Mohn, Zinnien, Lupinen und Kornblumen. Insgesamt 400 Tüten hat Astrid Kühn auf Spendenbasis für die Usedomer Imker abgefüllt.

Unterstützung bei ihrem Vorhaben erhalten die Imker auch von polnischen Kollegen: Beim 10. Imkertag des Usedomer Imkervereins in Stolpe konnten sich die Usedomer Bienenzüchter mit Kollegen von der Insel Wollin austauschen. Die waren auf Vermittlung von Rüdiger Lenz von der Ländlichen Erwachsenenbildung Usedom zum Treffen gekommen. Gemeinsam nahm man den Bienenstand im Stolper Hof in Augenschein und informierte sich über die Arbeit der beiden Vereine. „Wir waren uns einig, dass die Bienen vor der Grenze nicht Halt machen und daher Erfahrungsaustausch wichtig ist“, betonte der Vereinsvorsitzende Werner Schnapp. Die polnischen Imker luden den Usedomer Verein zu ihrem nächsten Treffen und zum Erntedankfest am Wochenende in Wollin ein.

Der Imkerverein Anklam war bereits jenseits der Grenze bei polnische Bienenzüchtern im Gebiet um Cammin. Ein besonderes Erlebnis war der Besuch bei Henryk Marszalek mit seinen 80 Völkern. Er zeigte seine Königinnenzuchtanlage sowie die Vorgehensweise bei der künstlichen Befruchtung der jungen Weisel. Einig waren sich alle Imker, dass angesichts der hohen Infektionsgefahr EU-weit effektivere Maßnahmen gegen die permanent hohen Völkerverluste durch Varroamilben unerlässlich seien. Gesprochen wurde auch über die Feinde der Bienenwirtschaft: den verstärkten Maisanbau in der Landwirtschaft, den Spritzmitteleinsatz und den demographischen Wandel in der Imkerei. Vereinschef Dr. Uwe Schultz will die polnischen Bienenzüchter bald zum Gegenbesuch nach Anklam einladen.

Dietmar Pühler und Günter Manthei

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