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Usedoms Wahrzeichen bald in altem Glanz

Ahlbeck Usedoms Wahrzeichen bald in altem Glanz

Ahlbecker Seebrücke soll wieder rotes Dach und grüne Türmchen bekommen / Denkmalbehörde willigt ein

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Da waren farbliche Unterschiede noch zu erkennen – die Seebrücke soll nun wieder das rote Dach und die grünen Türme bekommen.

Quelle: Brecht

Ahlbeck. Die Ahlbecker Seebrücke soll wieder in altem Glanz erstrahlen. Das Dach war einst rot, die vier Türmchen grün, das Gebäude weiß – als vor 25 Jahren auf der Ahlbecker Seebrücke Szenen für den Loriot-Film „Pappa ante Portas“ gedreht wurden, kam das Erscheinungsbild der ältesten Seebrücke Deutschlands den historischen Ansichten sehr nahe. Inzwischen ist die Farbe aber verblasst, das Dach eher grau – „die Brücke ist das Wahrzeichen für die Insel Usedom“, sagt Heringsdorfs Kurdirektor Thomas Heilmann. Sein langes Ringen für die alte Farbgebung der Brücke hat sich nun erfüllt: „Von der Landesdenkmalpflege habe ich jetzt die Einwilligung bekommen, der Brücke ihren alten Charakter wiederzugeben“, sagt Heilmann. Noch im November soll die Seebrücke, die unter Denkmalschutz steht, eine rote Hauptdachfläche und grüne Pavillonhelme bekommen. „Wir werden strukturlose Bitumenbahnen mit rötlicher und grünlicher Bekiesung verwenden. Das Dach bekommt in dem Zuge eine neue Wärmedämmung“, so der Kurdirektor, der für Januar 2017 eine energetische Sanierung der Brücke ankündigte. Die umfasse eine neue Heizungs- und Lüftungsanlage. Das Geld für die farbliche Neugestaltung der Brücke sei bereits im Wirtschaftsplan des Eigenbetriebes der Kaiserbäder für 2016 eingestellt worden. „Vom Gemeinderat habe ich die Zustimmung zur Mittelfreigabe“, so Heilmann.

Gebaut wurde die Brücke 1882. Über dem Strand in Ahlbeck wurde eine Plattform mit zwei gegenüberliegenden Holzaufbauten, die als Restaurant und Bühnenteil dienten, errichtet. Der 280 Meter in die Ostsee ragende Seesteg wurde 1898 vorgebaut. Erst im Laufe der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erhielt die Brücke ihre heutige Gestalt. Zunächst existierten die beiden seitlichen Flügel mit den vier helmartigen Dächern, in den 1930er Jahren wurde der Mittelteil geschlossen.

Henrik Nitzsche

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