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Volksbank: Niedrigzinspolitik schmälert das Betriebsergebnis

Wolgast Volksbank: Niedrigzinspolitik schmälert das Betriebsergebnis

Vorstand bilanziert dennoch ein gutes Wirtschaftsjahr 2015 / Die Rahmenbedingungen für kleine Banken werden jedoch schwieriger, was deutliche Spuren hinterlassen werde

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Die Zinspolitik bereitet den Banken Probleme, sagen Doreen Heine und Ronny Bauch vom Vorstand der Wolgaster Volksbank.

Quelle: Tom Schröter

Wolgast. Zwar bezeichnet Vorstand Ronny Bauch 2015 als „ein gutes Jahr für die Volksbank Wolgast“. Immerhin habe die Genossenschaftsbank ein positives Betriebsergebnis von 1,32 Millionen Euro erzielt. Allerdings liege dieses Ergebnis neun Prozent unter dem des Vorjahres. „Die Rahmenbedingungen werden zunehmend schwieriger“, begründet Bauch diese Entwicklung, deren Ende gegenwärtig nicht abzusehen sei.

Die kleinen Banken, wie die Volksbank Wolgast mit einem derzeit betreuten Kundenvolumen von 281 Millionen Euro, würden gleich „von zwei Seiten in die Zange genommen“, berichtet der Vorstand. Das beispiellose Niedrigzinsumfeld drücke auf die Erträge; gleichzeitig verhindere der mit der europäischen Bankenregulierung verbundene Verwaltungsmehraufwand dringend notwendige Kosteneinsparungen.

„Die Bankenaufsicht schüttet über große und kleine Banken gleichermaßen ein ganzes Füllhorn mit Ansprüchen, wie zum Beispiel diverse Meldepflichten, aus, die mehrere Leute in der Bank beschäftigen“, kritisiert Bauch. Bei kleinen Banken lägen die Kosten zur Umsetzung der Regulierungsanforderungen um ein Vielfaches höher als bei größeren Instituten. Daher fordert der Vorstand „eine europäische Bankenregulierung, die konsequent den Risikogehalt einer Bank berücksichtigt“.

Trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes habe sich die Volksbank Wolgast 2015 als zuverlässiger Partner und im Markt behauptet. „Trotz der allgemein niedrigen Zinsen bringen die Kunden deutlich mehr Geld zur Bank“, schildert Vorstandskollegin Doreen Heine. Da Sparmodelle etwa für die Altersversorgung unter der Niedrigzinspolitik litten, legten die Kunden vorsorglich noch mehr Geld auf die hohe Kante. So seien im vorigen Jahr die Kundeneinlagen um neun Prozent auf 138 Millionen Euro gestiegen. Die Kreditzusagen lagen mit 16,4 Millionen Euro deutlich höher als im Jahr zuvor.

Sinkende Erträge und hoher Verwaltungsaufwand: „Diese Entwicklungen“, so prognostiziert Doreen Heine für die hiesige Volksbank, „werden in den kommenden Jahren deutliche Spuren in der Gewinn- und Verlustrechnung der Bank hinterlassen.“ Das Betriebsergebnis für 2015 gestatte es dennoch, an die 1999 Mitglieder (Stand: Ende 2015) eine Dividende in Höhe von vier Prozent auszuschütten.

Die Volksbank Wolgast hat insgesamt etwa 12000 Kunden und beschäftigt inklusive Auszubildende und Reinigungspersonal rund 50 Mitarbeiter. Das bestehende Filialnetz bleibe bestehen. „Wir haben nicht vor, dieses zu verändern“, unterstreicht Ronny Bauch, der darauf verweist, dass die Volksbank im vorigen Jahr 324000 Euro an Steuern gezahlt habe. Lediglich die Lassaner Filiale ziehe zum 17. Juni von der Langen Straße in das Rathaus um.

Einige Zahlen

281 Millionen Euro beträgt derzeit das betreute Kundenvolumen der Volksbank Wolgast. Dies bedeutet eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 5,8 Prozent. Im vergangenen Jahr konnte ein Betriebsergebnis von 1,32 Millionen Euro vor Steuern erzielt werden, das sind neun Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Volksbank Wolgast hat 1999 Mitglieder, insgesamt etwa 12000 Kunden und beschäftigt inklusive Auszubildende und Reinigungspersonal rund 50 Mitarbeiter.

Tom Schröter

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