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Usedom Wasserschaden legt Zinnowitzer Geschäfte lahm
Vorpommern Usedom Wasserschaden legt Zinnowitzer Geschäfte lahm
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01:23 14.01.2015
Unter den Fliesen sammelte sich das Abwasser: Jörg Borchardt, Inha- ber der „Fischkiste“ in Zinnowitz, schließt bis März. Quelle: Carolin Riemer

Das Café „Backbord“ und die „Fischkiste“ träumen in der Neuen Strandstraße derzeit einen unfreiwilligen Schönheitsschlaf. Ein Wasserschaden setzte die Geschäfte in Zinnowitz außer Gefecht. Mehrere Monate lang müssen die Läden nun auf ihre Kundschaft verzichten. Auch die kleine Filiale der Volksbank ist betroffen.

Der Besitzer des Hauses, Eckhard Ochotzki, kann erklären, warum die Schaufenster des sechs Jahre alten Anbaus, der sich wie ein Gürtel um die alte Post legt, mit Folien verhängt sind. „Ein Leitungswasserschaden“, bringt er es auf den Punkt. Ein Wasserschaden, mit dem er auf gar keinen Fall „schmutzige Wäsche waschen“ will, obwohl der Schaden durch den folgenschweren Fehler einer Baufirma entstand. „Beim Einbau der Abwasserleitungen wurde eine Dichtung vergessen“, weiß Ochotzki. Die Auswirkungen bekam zunächst das Café „Backbord“ zu spüren. Abwasser sammelte sich auf der Betonplatte unter den Fußboden-Fliesen — vermutlich sechs Jahre lang. Erst als die Feuchtigkeit die Wände empor kroch, wurde die Misere sichtbar. Seit dem 3. November hat die Lokalität geschlossen.

Das Inventar musste ausgebaut werden. In dieser Woche wurden die Fußböden neu verlegt. „Ende des Monats öffnen wir wieder — mit ein paar Neuerungen und Überraschungen für unsere Gäste“, berichtet Backbord-Inhaber Dirk Packmohr (46).

Ein ähnliches Szenario spielt sich in der „Fischkiste“ von Jörg Borchardt (47) ab. Handwerker reißen derzeit die Fliesen von den Wänden und aus dem Fußboden. „Alles muss raus“, sagt der Chef. Zum Glück handele es sich um einen Versicherungsschaden. Erst im März wird die „Fischkiste“ wieder öffnen. „Wir haben absichtlich erst Anfang Januar mit den Arbeiten begonnen, damit wir unsere Stammkunden und Urlauber zur Weihnachts- und Silvesterzeit noch mit Karpfen und Kaviar versorgen konnten.“ Seine Angestellten mussten kurzfristig Urlaub nehmen. „Es ist für uns alle kein optimaler Start ins neue Jahr“, findet Borchardt. Nach den Arbeiten in der „Fischkiste“ wird die Volksbank-Filiale trocken gelegt. Glück hatte das benachbarte Modegeschäft „Depot Royal“, das in der alten Post untergebracht ist. Hier gibt es keine Wasserschäden.



cr

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