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„Wir ersticken im Verkehr und Gäste kommen nicht wieder“

Trassenheide/Zinnowitz „Wir ersticken im Verkehr und Gäste kommen nicht wieder“

Weitere Großbauten im Usedomer Inselnorden in Planung / Bürger üben Kritik

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Wieder neue Betten: Bei diesem Bau im Zinnowitzer Dannweg handelt es sich um ein neues Hotel. Ein erklärendes Baustellenschild fehlt. Die Aufnahme stammt aus dem August dieses Jahres.

Quelle: Foto: Stefan Sauer

Trassenheide/Zinnowitz. „Keine weiteren Ferienwohnungen, keine weiteren Betten und eine bessere Infrastruktur für alle“ – so lautete der Konsens nach der Bauausschusssitzung in Trassenheide am vergangenen Donnerstag. Frank Römer, Chef des Hotels „Seeklause“, stellte die Pläne für sein Haus vor und plant 120 weitere Betten auf seinem Gelände. Viele Gemeinden lehnen weitere Unterkünfte ab. Wer allerdings mit aufmerksamem Blick über die Insel fährt, sieht drehende Kräne und fleißige Arbeiter.

„Viele B-Pläne sind noch etwas älter und somit besteht dort Baurecht“, erklärt Nordamts-Leiterin Kerstin Teske. Sie weiß, dass im Peenemünder Gesundheitspark etwa 1000 Betten entstehen sollen.

„Noch stehen wir aber ganz am Anfang. Baurecht gibt es noch nicht. Alles befindet sich in der Planung“, betont sie. Auch die Versiegelung von Flächen durch Parkplätze stelle ein Problem dar, denn so steige das Wasser in den Gräben.

OZ-Leser Lutz Volkmann aus Trassenheide meldete sich nach der Veröffentlichung des Artikels per E-Mail zu Wort. „Mit Schrecken habe ich den Bericht gelesen, dass die Seeklause 120 Betten zusätzlich bauen will. Wir wohnen in der Bahnhofstraße, und alle Anwohner werden mir beipflichten, das man in der Hauptsaison Mühe hat, vom Grundstück auf die Straße zu kommen. Wir ersticken schon jetzt im Verkehr, auch gibt es immer mehr Gäste, die sich darüber beschweren und nicht wiederkommen“, schreibt er. „Man kann nur hoffen, dass diesmal die Gemeinderatsmitglieder auch an die Trassenheider denken. Leider muss man aber feststellen, wenn eine Gemeinde ein Bauvorhaben ablehnt, wird der Bauantrag schließlich von der zuständigen übergeordneten Stelle genehmigt“, erklärt er. „Man muss nur die richtigen Leute kennen, so ist unsere Politik. Vielleicht muss man eine Bürgerinitiative gründen“, schreibt Volkmann.

„Es gibt in Deutschland ein einheitliches Baurecht, aber kein Bauverhinderungsrecht“, sagt Heringsdorfs Bürgermeister Lars Petersen. „Neue Betten und Unterkünfte können nicht zwingend durch Gemeindesatzungen verhindert werden. Im Grunde können wir nichts dagegen machen, wenn jemand mehr Betten haben will. Es gibt immer einen Weg, dies durchzukriegen“, erklärt er. In Heringsdorf geht es sogar soweit, dass der Druck auf den Hydranten sinkt, wenn viele Urlauber gleichzeitig Wasser verbrauchen – zum Beispiel durch das Duschen. „In Ahlbeck könnten demnächst an der Seebrücke oder am Triglaff neue Unterkünfte entstehen. Solange es auf dem Grundstück Baurecht gibt, wird auch gebaut“, sagt er.

Hannes Ewert

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