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Wir sind da! Usedoms neue Hotel-Azubis

Trassenheide Wir sind da! Usedoms neue Hotel-Azubis

Der Hotelverband Insel Usedom hat Nachwuchs aus zehn Häusern zum Azubi-Tag eingeladen / Drei von ihnen erzählen, wie sie zur Ausbildung gekommen sind

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Für mich ist der Dienstleis- tungsgedanke entscheidend.“Frank Römer, Hotelchef

Trassenheide. Eine kleine Pension mit sechs Zimmern – vielleicht am Wasser. Diesen Traum will sich Robert Müller noch erfüllen. Nah dran war der 35-jährige Greifswalder schon, denn drei Jahre lang betrieb er mit einem Geschäftspartner die Pension „Haus Waldesruh“ in Freest. Das Projekt scheiterte – „wir waren nicht vom Fach“, sagt der gelernte Altenpfleger.

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Der Hotelverband Insel Usedom hat Nachwuchs aus zehn Häusern zum Azubi-Tag eingeladen / Drei von ihnen erzählen, wie sie zur Ausbildung gekommen sind

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Über 600 Azubis im Kreis

1324 Auszubildende haben bis Ende September in der Hotellerie und Gastronomie im Bereich der IHK Neubrandenburg mit ihrer Ausbildung begonnen.

618 sind es in Vorpommern-Greifswald , 706 im Gebiet der Mecklenburgischen Seenplatte. Die Auszubildenden in den Hotels des Hotelverbandes Insel Usedom kommen aus MV, Brandenburg, Niedersachen und Nordrhein-Westfalen.

Um künftig „vom Fach“ zu sein, setzt er sich nun noch einmal auf die Schulbank. In drei Jahren will er Hotelfachmann sein. Am 1. September begann seine Ausbildung im Hotel „Ahlbecker Hof“.

Mit ihm starteten rund 50 junge Frauen und Männer im Sommer ins Berufsleben, die sich nun beim Azubi-Tag kennenlernen durften. Der Hotelverband Insel Usedom (HIU) hatte die Lehrlinge des 1.

Ausbildungsjahres aller Ausbildungsberufe aus den Mitgliedshotels ins Trassenheider Hotel „Seeklause“ eingeladen. „Zu einem Erlebnistag“, wie Frank Römer, Chef der „Seeklause“ und Vorstandsmitglied des HIU, sagt. Nach dem Mittagessen besuchte der Hotelnachwuchs die Schmetterlingsfarm und die Ausstellung „Wildlife“.

Dass Susann Schnur die „Mutti“ unter den jungen Auszubildenden ist, stört die Mellenthinerin nicht. Mit 33 Jahren gibt sie ihrem Leben eine neue Wende – sie lässt sich in der „Seeklause“ zur Kosmetikerin ausbilden. Nach befristeten Jobs und einer kurzen Arbeitslosigkeit will sie „neu durchstarten. Irgendwie bin ich beruflich nicht weitergekommen“, sagt die gelernte Büromitarbeiterin. Im Balmer Golfhotel habe sie einen Einblick in den Spa-Bereich bekommen. „Jetzt will ich Kosmetikerin werden“, sagt sie voller Überzeugung. Ihre Bewerbungen in den Kaiserbädern schlugen fehl, bis sie aus dem Inselnorden eine Zusage bekam. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den jungen Leuten. Schließlich bringe ich schon viel Lebenserfahrung mit“, sagt Susann Schnur, deren neue Kollegin Ida Klemer gerademal halb so alt ist wie sie. Ida ist 16 und stammt aus Prenzlau. Am 1. August hat sie in der „Seeklause“ ihre Ausbildung begonnen. Dass sie mal etwas mit Schminke machen will, wusste sie schon mit 10. „Ich wollte immer mit Menschen arbeiten“, sagt Ida, die nach zahlreichen Bewerbungen in Kühlungsborn und auf Rügen in Trassenheide eine Stelle fand.

17 Lehrlinge sind es allein in der „Seeklause“, die im Sommer begonnen haben. „Das war schon anstrengend, diese Leute zu bekommen. Ich schaue aber nicht so sehr auf die Noten, für mich entscheidend ist der Dienstleistungsgedanke“, so Römer, der den Hotelverband keineswegs als Konkurrenz zum Tourismusverband Insel Usedom oder zum Deutschen Hotel- und Gaststättenverband sieht. „Die 16 Häuser, die dem Verband gegenwärtig angehören sind Konkurrenten mit dem einen Ziel, Usedom bekannter und das Image der Region noch besser zu machen.“

Dazu gehöre auch ein motivierter Nachwuchs, der, „wenn er denn gut ist, mit 25 schon Hoteldirektor sein kann“, meint Römer.

Robert Müller schafft das nicht mehr. Mit weit über 30 will der Greifswalder in der Hotellerie nun Fuß fassen. Dafür nimmt er auch „die finanziellen Einschnitte“ in Kauf. Und das komische Gefühl, „mit den Jungschen in der Schule zu sitzen“. Die sind vielleicht später mal Gäste in seiner Pension.

Henrik Nitzsche

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