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Swinemünde Wochenende zum halben Preis

Sommerbilanz positiv, aber nicht rekordverdächtig / Initiative soll Nebensaison beleben

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Gemütlicher Spaziergang an der Mole: Swinemünde will künftig mehr Touristen anlocken – auch ohne Badewetter.

Quelle: Foto: Radek Jagielski

Swinemünde. Durchaus positiv, aber nicht rekordverdächtig: So fällt die Sommerbilanz der Swinemünder Tourismusbranche aus. Im Juli und im August gab es in vielen Häusern noch freie Zimmer, außer im Ostseeviertel. Die Preise waren stabil. In der Hochsaison kosteten die günstigsten Übernachtungen in einem Zimmer mit Bad 100 bis 150 Zloty (23 bis 35 Euro) pro Person.

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Sommerbilanz positiv, aber nicht rekordverdächtig / Initiative soll Nebensaison beleben

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Die höchsten Preise verlangten die neuen Hotels – sie waren doppelt so hoch. Diejenigen, die im Herbst in die Stadt kommen, müssen weniger tief in die Tasche greifen: eine Übernachtung kostet dann nur 40 bis 50 Zloty (10 bis 12 Euro) pro Person.

„Das Wetter war für die Zahl der Touristen nicht entscheidend. Die Buchungen sind nämlich schon viel früher eingegangen. Deshalb hatten wir in der Hochsaison volle Auslastung“, sagt Michael Barkas vom Unternehmen Visit Baltic, das sich auf die Vermietung von Appartements spezialisiert hat. „Unsere Kunden kamen meistens aus Deutschland und Polen, aber auch einige Tschechen, Dänen und Russlanddeutsche waren dabei.“

Obwohl wettertechnisch nicht immer eitel Sonnenschein angesagt war, ließen die Touristen in diesem Jahr richtig viel Geld in Swinemünde. Seit Anfang 2017 hat das Ostseebad 4,8 Millionen Zloty (rund 1,2 Millionen Euro) an Kurtaxe kassiert. Im Vorjahreszeitraum waren es 4,3 Millionen Zloty (rund eine Million Euro). Dabei wird die Kurtaxe in Polen ausschließlich bei Übernachtungen erhoben. Sie beträgt derzeit 4,00 Zloty pro Tag.

Deutlich schlechter fällt die Bilanz der Unternehmen aus, die noch direkter vom Wetter abhängig sind. Viele Restaurantbetreiber und Verkäufer in Strandnähe mussten Verluste hinnehmen. Wer mit Sonnencreme, Wasserspielzeugen oder Bademode handelte, konnte keine großen Gewinne einstreichen. „Im vergangenen Jahr konnte ich mit meinen Maiskolben gut 200 Zloty am Tag verdienen. Dieses Jahr verbrachte ich mehr Zeit zu Hause als am Strand mit Maisverkauf. Für mich war es keine gewinnbringende Saison“, sagt etwa Daniel, der jedes Jahr gekochte Maiskolben am Strand anbietet.

Vertreter der Tourismusbranche haben mittlerweile eingesehen, dass Urlauber nicht von alleine ans Meer kommen, besonders nach der Sommersaison. Swinemünder Hoteliers werden sich deshalb erstmals in großem Umfang an der landesweiten Werbeaktion „In Polen mehr erleben. Ein Wochenende zum halben Preis“ beteiligen, die von der polnischen Tourismusorganisation initiiert wurde. Sie soll zum Reisen animieren. Im Rahmen dieser Aktion bezahlen die Gäste vom 6. bis 8. Oktober nur den halben Preis für Hotelübernachtungen, Restaurantbesuche und lokale Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Während der im Frühjahr angebotenen Aktion hatten rund 77000 Touristen einen Rabatt erhalten. Noch vor zwei Jahren hatten die Touristiker aus Swinemünde kaum Interesse an dieser Initiative. Doch der zunehmende Wettbewerb hat zu einem Umdenken beigetragen. Neue Hotels mit moderner Spa- und Wellnessinfrastruktur ziehen immer mehr Kunden an. Kleinere Hotels und Pensionen müssen deshalb nach neuen Lösungen suchen.

Die Werbeaktion hat allerdings einen Schwachpunkt und den ausgerechnet in puncto Werbung, denn das Angebot wird in den Massenmedien noch immer kaum wahrnehmbar beworben. Zudem unterstützt das Ostseebad Swinemünde die Initiative auch noch verhältnismäßig wenig.

Radek Jagielski

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