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Wolgast will sein Image aufbessern

Wolgast Wolgast will sein Image aufbessern

Zum ersten Altstadtforum trafen sich im „Postel“ etwa 80 besorgte, aber engagierte Peenestädter

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Der hübsche Stadtkern ist einen Besuch wert. Aber es fehlt ein Konzept, um den gesamten Altstadtkern interessanter zu machen.

Quelle: Antje Brecht

Wolgast. Wie kann Wolgast ein verbessertes Image bekommen und welche langfristige Vermarktungsstrategie könnte sich die alte Herzogstadt zulegen, um sich zu profilieren und möglichst viele Gäste anzuziehen? Mit solchen und ähnlichen Fragen befasst sich ein Wolgaster Altstadtforum, zu dem sich etwa 80 interessierte Peenestädter erstmals am Donnerstagabend in der Küche des „Postel“ zusammenfanden.

OZ-Bild

Zum ersten Altstadtforum trafen sich im „Postel“ etwa 80 besorgte, aber engagierte Peenestädter

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Die Wolgaster sollten sich untereinander solidari- scher zeigen. Ich kaufe zum Beispiel meine Bekleidung komplett in Wolgast ein.“Martin Schröter, Geschäftsführer „Postel“

Gastgeber Martin Schröter, der mit einem derart großen Zuspruch offenbar nicht gerechnet hatte, plädierte eingangs dafür, nur über die Zukunft zu reden und gleichberechtigt zu agieren. „Heute wollen wir uns erst einmal kennenlernen und einen Fahrplan entwickeln, wie es weitergehen könnte“, erklärte der „Postel“-Manager. Mit wenigen Worten umriss Martin Schröter, der vor fünf Jahren nach Wolgast kam, die Problemlage rund um den im Stadtkern zunehmend schwindenden Einzelhandel. Um diesen Trend zu stoppen, müsse sich die Einwohnerschaft insgesamt Gedanken machen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Bau der Ortsumgehung demnächst Bestandteil des zum Gesetz erhobenen Bundesverkehrswegeplans 2030 werde.

Mehrere Anwesende brachten am Donnerstag Vorschläge ein, wie die Stadt für Auswärtige attraktiver werden könnte. „Wolgast könnte sich mit seiner interessanten Geschichte von der Insel absetzen und Erlebnisräume stärken“, meinte Jörg Vater. Dem Inhaber des Ladenlokals Steinstraße 2 schweben ein thematischer Stadtweg und die Verbindung von Einzelhandel und musealen Erlebnissen vor:

„Neue Räume sollten erschlossen, Höfe und schöne Keller einbezogen werden, in denen zum Beispiel in Kunstwerkstätten eigene Produkte entstehen.“

Nach Meinung von Jörg Schröter aus der August-Dähn-Straße werde sich die Altstadt nur dann positiv entwickeln, wenn hier mehr komfortable Wohnungen existierten. „Die Politik hat eine gewaltige Verantwortung für den Erhalt der Stadt“, mahnte er mit Verweis auf den Anklamer Marktplatz an, der gegenwärtig mit großem Aufwand komplett neu entstehe. Die Wohnungsgenossenschaft Wolgast und die hiesige Wohnungswirtschafts GmbH müssten finanziell in die Lage versetzt werden, ähnliches zu leisten.

Christa Uhlenbruch-Nussbaum brachte die St. Gertrud-Kapelle ins Spiel, als es um Potenziale ging, die bisher ungenügend genutzt werden. „Derzeit sind wir dabei, ein Nutzungskonzept für die Kapelle zu schreiben“, informierte die Mahlzowerin als Mitglied des zuständigen Fördervereins.

Auch Vorwürfe der Versäumnisse in der Vergangenheit wegen und Missstände, wie die hässliche Bretterwand in der Steinstraße 15 und der marode Zustand des Objektes Steinstraße 1/1a, wurden am Donnerstagabend laut. Uwe Wiese hielt dem entgegen, dass „es auch viele gute Sachen in unserer Stadt Wolgast“ gebe. Gemeinsame Arbeitseinsätze, wie einst die Subbotniks, hielte er für ein gängiges Mittel, um durch gemeinschaftliches Engagement ein stärkeres Wir-Gefühl getreu dem Motto zu erzeugen: „Da habe ich einen eigenen Beitrag für meine Stadt geleistet.“ Zu aller erst, so meinte jemand, müssten sich die Wolgaster selbst in ihrer Stadt wohlfühlen und für ein entsprechendes Flair sorgen. Dann kämen auch Gäste gern in den Ort.

Am 26. Oktober um 19 Uhr soll

das zweite Altstadt-Forum im „Postel“ folgen – diesmal mit einer professionellen Fachkraft, die als Moderator fungieren soll.

Tom Schröter

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