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Usedom Wolgast-Nord künftig mit Kleinstadt-Charakter
Vorpommern Usedom Wolgast-Nord künftig mit Kleinstadt-Charakter
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13:24 23.01.2019
Blick aus der Vogelperspektive auf das Wohngebiet Wolgast-Nord, das vor der Umgestaltung steht. Quelle: FOTO: Wohnungswirtschafts GmbH Wolgast
Wolgast

Mit enormen Investitionen soll das Neubaugebiet Wolgast-Nord ab 2021 zukunftsfähig gemacht und aufgewertet werden. Die Wolgaster Wohnungswirtschafts GmbH (WoWi) müsse und wolle sich auf den demografischen Wandel einstellen, sagt Geschäftsführer Jan Koplin und unterstreicht: „Es handelt sich um das größte Bauvorhaben in diesem Wohngebiet seit der nach der Wende erfolgten Modernisierung des Wohnungsbestandes.“

Der Altersdurchschnitt der Wohnungsinhaber der WoWi betrage aktuell 54,71 Jahre – Tendenz steigend, so Koplin. Und: „Auf eine Geburt kommen in Wolgast drei Todesfälle.“ Dieser Entwicklung wolle die WoWi als größter Vermieter der Stadt – aktuell hat die WoWi 2860 Wohnungen in ihrem Bestand – Rechnung tragen. Ziel des Entwicklungskonzepts für Wolgast-Nord sei es, das Wohnumfeld und die Wohnungen so herzurichten, dass die Mieter hier möglichst ihren gesamten Lebensabend verbringen können.

Die konkrete Planung für die gravierenden Umbaumaßnahmen soll 2019/2020 und die Umsetzung des Vorhabens 2021 beginnen. „Wir wollen Wohnungen vom Markt nehmen und gleichzeitig das Wohngebiet attraktiver gestalten“, so der WoWi-Chef, der schätzt, dass in Wolgast mittelfristig etwa 500 Wohnungen nicht mehr benötigt werden.

Was den Bestand der WoWi angeht, sei vorgesehen, mehrere Wohnblocks um drei bzw. zwei Geschosse zurückzubauen und mit Satteldächern zu versehen. Dabei sei teilweise auch an eine stufenartige Gestaltung der Wohnquartiere gedacht. „Auf diese Weise“, so Koplin, „wollen wir eine Kleinteiligkeit der Wohnhäuser erreichen und dem Neubaugebiet Kleinstadt-Charakter verleihen.“ Um der alternden Mieterschaft entgegenzukommen, sollen dabei die Erdgeschosse komplett barrierefrei und die ersten und zweiten Obergeschosse barrieregemindert hergestellt werden.

Jan Koplin, Geschäftsführer der Wohnungswirtschafts GmbH Wolgast (WoWi), erläutert die Pläne des Unternehmens. Quelle: Tom Schröter

Im einzelnen sei beabsichtigt, ab 2021 den Wohnblock Robert-Koch-Straße 10 bis 12, 13 und Gorki-Straße 20 entsprechend umzubauen, was allein mit Gesamtkosten von rund 3,1 Millionen Euro verbunden sei. Im Anschluss daran sei gedacht, sich 2022 in gleicher Weise dem Objekt Robert-Koch-Straße 21 bis 26 zu widmen. Ab 2023 solle das Wohnhaus Maxim-Gorki-Straße 7 bis 12 folgen, wobei hier der Einbau innen liegender Fahrstühle geplant sei. Perspektivisch gehe es dann mit Wohnblocks in der Ostrowskistraße sowie in der Diesterweg- und Pestalozzistraße weiter.

Sämtliche Bauvorhaben würden mit der Wohnungsgenossenschaft Wolgast (WGW) koordiniert und abgestimmt, um das Neubaugebiet einheitlich zu entwickeln. „Hierzu haben wir mit der WGW halbjährliche Treffen vereinbart“, informiert Jan Koplin weiter. Während der Umbauten müssten die betreffenden Blocks leer gezogen werden.

„Indem wir die Häuser verkleinern, verändern wir die Ansicht des Wohngebietes in positiver Weise und verringern natürlich die Anzahl der Mietparteien pro Aufgang. Ich denke, dass dadurch das Wohngebiet künftig deutlich besser angenommen wird“, so Koplin.

In diesem und im kommenden Jahr konzentriere sich die WoWi hingegen auf die Umsetzung des Neubauvorhabens in der Steinstraße 15 in Wolgast. Bekanntlich soll hier in der langjährigen Baulücke (früheres „Deutsches Haus“) für etwa vier Millionen Euro ein Wohn- und Geschäftshaus mit zwölf barrierefreien Zwei- bis Fünf-Raum-Wohnungen entstehen.

„Parallel dazu“, so verkündet der Geschäftsführer, „wollen wir auch jetzt schon Wolgast-Nord und Wolgast-Süd aufwerten.“ So sollen angesichts der großen Nachfrage Unterstellmöglichkeiten für Rollstühle und Rollatoren direkt an den Wohnhäusern angeschafft werden. Die monatliche Miete pro Abstellplatz werde 16 Euro betragen. Auch Anschlussmöglichkeiten zum Aufladen der Batterien für elektrische Rollstühle soll es geben. Zudem werde die Fassadenreinigung fortgesetzt. Als nächstes seien Häuser in der Heberlein- und Clara-Zetkin-Straße sowie in der Thälmann-, Dr.-Theodor-Neubauer-, Pestalozzi- und Diesterwegstraße an der Reihe.

Tom Schröter

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