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Usedom Wolgast: Großer Ackerbrand hält Feuerwehren in Atem
Vorpommern Usedom Wolgast: Großer Ackerbrand hält Feuerwehren in Atem
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00:00 31.07.2018
Acht Hektar Roggenstoppelfläche sind gestern Nachmittag am Stadtrand von Wolgast Richtung Ziesaberg von dem Brand betroffen gewesen. Zwölf Feuerwehren mit insgesamt 89 Kameraden waren im Einsatz. Quelle: Fotos: Feuerwehr-Förderverein Wolgast/cornelia Meerkatz (2)
Wolgast

Bei einem heftigen Ackerbrand vor den Toren der Herzogstadt wurden gestern drei Feuerwehrleute verletzt. Wie Landkreissprecher Achim Froitzheim am Nachmittag mitteilte, waren zwölf umliegende Feuerwehren zum Einsatz, um ein Feuer am Ortsausgang Richtung Hohendorf zu löschen.

Drei Helfer nach Brand vor Wolgast verletzt / 89 Kameraden im Einsatz

Die Polizei sprach von einer Fläche von 500 Quadratmetern. Der Eigentümer der Fläche, Landwirt Wilken Holzhausen aus Netzeband, sprach ebenso wie Einsatzleiter Maik Wilke, der stellvertretender Wehrführer des Amtes am Peenestrom ist, von acht Hektar Stoppelfläche, die brannten. „Das Feuer breitete sich durch die wechselnden Winde rasend schnell aus. In unmittelbarer Nähe zum Acker befindet sich die Wohnbebauung und auch Betriebe sind nicht weit entfernt. Vom nahen Wald am Ziesaberg und mehreren Kleingarten-Sparten will ich gar nicht reden“, schildert der Wolgaster Wehrführer Matthias Stüber.

Die Leitstelle des Landkreises schickte daraufhin alle verfügbaren Feuerwehren aus dem Umkreis zum Brand. „Zwölf Feuerwehren, sogar drei von der Insel Usedom, waren im Einsatz“, so Landkreissprecher Achim Froitzheim. Insgesamt zählten die Einsatzleitung 89 Feuerwehrleute der Wehren aus Wolgast, Hohendorf, Zemitz, Trassenheide, Karlshagen, Bannemin, Lühmannsdorf, Züssow, Karlsburg, Kröslin und Wusterhusen, die mit anpackten.

Die Feuerwehrtechnische Zentrale aus Gützkow war mit Schläuchen vor Ort, die mehrere hundert Meter über den Acker ausgerollt werden mussten. Der Rettungsdienst mit Notarzt und die Polizei waren ebenfalls vor Ort. Nach Froitzheims Aussage wurde ein verletzter Feuerwehrmann zur weiteren Behandlung ins Wolgaster Krankenhaus gebracht. Froitzheim erwähnte, dass er durch das Feuer Verbrennungen davongetragen habe. Zwei weitere Männer wurden vor Ort behandelt.

„Das Feuer hatte es in sich. Es hat sich völlig unkontrolliert ausgebreitet. Wir mussten deshalb auch den Rückzug antreten, damit in den Flammen niemand umkommt“, sagte Wehrführer Stüber. Es gelte immer bei so einem Großeinsatz, Menschen und Technik zu schützen und nicht unnötig in Gefahr zu bringen. Er findet aber, dass der Einsatz schnell und noch glimpflich abgegangen ist. „Wir haben einige Schläuche und Feuerpatschen verloren. Aber die können ersetzt werden“, so Stüber.

Landwirt Wilken Holzhausen war mit Mitarbeitern und Pflügetechnik auf dem Feld, um die Arbeiten zu unterstützen. Der 30-Jährige, der selbst in der Freiwilligen Feuerwehr Katzow mitarbeitet, bedankte sich bei den Einsatzkräften für das schnelle und umsichtige Handeln. „Hier ist Schlimmeres verhindert worden. Wir können froh sein, dass es in der Region so leistungsstarke Feuerwehren gibt“, lautet seine Einschätzung.

Cornelia Meerkatz und Hannes Ewert

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