Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Wolgast hat seit dem Jahr 2000 15 Prozent Einwohnerschwund
Vorpommern Usedom Wolgast hat seit dem Jahr 2000 15 Prozent Einwohnerschwund
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 03.02.2018
Wolgast

Die Stadt Wolgast verzeichnet, wenngleich sich der Negativtrend in den letzten Jahren auch etwas abgeschwächt hat, unverändert einen Rückgang ihrer Einwohnerzahl. Dies geht aus einem Bericht hervor, den das Büro für Stadt- und Regionalentwicklung Wimes jetzt vorlegte. Das Rostocker Büro schreibt für Wolgast das Monitoring für die Stadtentwicklung regelmäßig fort. Um eine Vergleichbarkeit der Zahlen herzustellen, seien die 2012 eingemeindeten Ortsteile Buddenhagen und Hohendorf rückwirkend ab 2000 in die Analyse einbezogen worden, betont Wimes-Geschäftsführerin Barbara Genschow.

Negative Prognose gestellt / Kaufkraft deutlich geringer als in Greifswald

Demnach ging die Anzahl der Bewohner im Zeitraum von 2000 bis 2016 von 14728 auf 12512 zurück, was einem Anteil von 15 Prozent entspricht. Den größten Verlust musste mit 25,3 Prozent der Stadtteil Wolgast-Nord hinnehmen, während sich in Mahlzow die Einwohnerzahl um 12,9 Prozent erhöhte (siehe oberes Diagramm). Ohne den Zuzug von Migranten wäre die Abwärtsentwicklung noch deutlich stärker ausgefallen. Die Zahl der Ausländer erhöhte sich im Zeitraum von 2000 bis 2016 insgesamt um 527 auf 709 Personen, was einem Anteil an der Gesamtbevölkerung von 5,7 Prozent entspricht. Da ein Teil der asylberechtigten Migranten in andere Regionen weiterzog und -zieht, verringert sich der Ausländeranteil seit 2015 stetig.

Ausgehend von dem Umstand, das seit Jahren die Zahl der Sterbefälle über jener der Geburten rangiert, prognostiziert Wimes der Stadt einen weiteren Bevölkerungsrückgang – bis zum Jahr 2020 auf 12

122 Personen. Künftig, so heißt es zudem, werde die natürliche Bevölkerungsentwicklung, aufgrund des steigenden Anteils der Älteren (siehe unteres Diagramm), noch mehr Einfluss auf den Gesamtsaldo nehmen.

Die Wimes-Studie enthält auch Angaben zur Arbeitsmarktentwicklung. Demnach gab es 2016 in Wolgast offiziell im Durchschnitt 903 Arbeitslose, was einer Quote von zwölf Prozent entspricht. Nach Bereinigung der Arbeitsmarktstatistik, da ist sich Barbara Genschow sicher, läge die reale Quote um rund zehn Prozent höher. Ende 2016 waren in Wolgast 4237 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte registriert, was einem Anteil von 56,4 Prozent der Anzahl der 15- bis 65-jährigen Einwohner entspricht. Davon hatten 3760 Personen in Wolgast ihren Arbeitsort. Bei 545 Personen handelte es sich um geringfügig entlohnte Beschäftigte, bei denen also das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt 450 Euro nicht überstieg.

Die durchschnittliche Kaufkraft betrug im Jahr 2016 in Wolgast 17208 Euro pro Einwohner (Greifswald: 18312 Euro, Neubrandenburg: 19000 Euro, Ferdinandshof: 16332 Euro). Im Falle Wolgasts erhöhte sich die durchschnittliche Kaufkraft seit dem Jahr 2004 pro Jahr und Einwohner um 3466 Euro, wobei sich Wimes auf von der BBE Handelsberatung GmbH München ermittelte Daten stützte.

Internet: www.wolgast.de

Tom Schröter

Einrichtung „Anne Frank“ in Wolgast betreut aktuell 218 Kinder

03.02.2018

Bürger kritisiert Feuerwerksmüll am Strand und in der Düne

03.02.2018

Auch die Grünen haben nun mit Ulrike Berger eine Kandidatin benannt

03.02.2018
Anzeige