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Usedom Wolgast schafft Platz für fünf neue Glocken
Vorpommern Usedom Wolgast schafft Platz für fünf neue Glocken
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00:00 21.10.2017
Wolgast

Die Wolgaster Kirchengemeinde St. Petri bereitet sich auf ein ganz besonderes Ereignis vor. Am 1. Advent soll das aus fünf bronzenen Glocken bestehende neue Geläut des Gotteshauses feierlich geweiht werden. Seit dieser Woche werden die Vorkehrungen getroffen, die notwendig sind, um die alten Stahlklangkörper aus- und die neuen Glocken fachgerecht einzubauen.

In dieser Woche wurde an der Front der Wolgaster St. Petri-Kirche dieses Gerüst aufgestellt, das für den Ausbau der alten und der Montage der neuen Kirchenglocken benötigt wird. Quelle: Foto: Tilo Wallrodt

An der Front der Kirche wurde ein Baugerüst aufgestellt, das bis auf Höhe des Glockenstuhls reicht. „Das Gerüst wird gebraucht, um das erforderliche Material in den Turm zu bringen, die alten Glocken zu bergen und die neuen zu montieren“, erklärt Ulrich Kober vom Kirchenbüro. Die Technologie gleiche der von 1963, als das vorhandene Geläut – drei Stahlgussglocken, die in der Glockengießerwerkstatt Schilling in Apolda hergestellt wurden – mittels Kran an seinen Bestimmungsort gebracht worden sei.

Da die beiden Fensterschlitze in luftiger Höhe zu schmal seien, müsse – ebenso wie vor 54 Jahren – die zwischen ihnen befindliche Mauerrippe zeitweise entfernt werden. Diese Arbeiten sollen voraussichtlich in der kommenden Woche erfolgen. Wie Ulrich Kober weiter mitteilt, erhalten die beiden kleineren der neuen Glocken einen eigenen Glockenstuhl, dessen Untergestell bereits fertiggestellt sei. „Die drei größeren Glocken werden in den vorhandenen Glockenstuhl eingebaut“, so der Gemeindemitarbeiter. Auch für diesen Part zeichne Udo Griwahn vom Turmuhren- und Läuteanlagenbau aus Grimmen verantwortlich. Zuvor seien am alten Glockenstuhl noch einige Umbauten nötig.

Bereits im Jahr 2012 hatte die Wolgaster Kirchengemeinde vier der neuen Bronzeglocken mit den Namen „Glaube“, „Hoffnung“, „Liebe“ und „Lob“aus der Paul-Gerhardt-Kirche in Kassel erworben. Seit ihrer Ankunft in Wolgast lagern die einst in der Firma Rincker gegossenen Klangkörper im Inneren von St. Petri. Am 25. Januar 2017 traf schließlich auch die Ende 2016 in Karlsruhe hergestellte Glocke „Dank“ in der Stadt am Peenestrom ein. Diese größte Glocke des künftigen Geläuts wiegt 1,714 Tonnen, hat einen Durchmesser von 1,405 Metern und klingt in einem tiefen „D“; die Nachklingzeit beträgt 120 Sekunden.

Tom Schröter

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