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Usedom Wolgaster feiern 500 Jahre Reformation
Vorpommern Usedom Wolgaster feiern 500 Jahre Reformation
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00:01 18.10.2017
Führungen in der St. Gertrud-Kapelle und über den angrenzenden Alten Friedhof stoßen in Wolgast stets auf großes Interesse. ARCHIVFOTO: TOM SCHRÖTER
Wolgast

Das Jubiläum „500 Jahre Reformation“ wird in Wolgast mit mehreren Veranstaltungen würdig begangen. Hierzu gehörten bereits der Ende September im Museum gehaltene Vortrag über den berühmten Croy-Teppich als ein einzigartiges Bekenntnis Herzog Philipp I. von Pommern-Wolgast zu Renaissance und Reformation sowie die gestrige Lesung aus der Romanbiografie „Katharina von Bora & Martin Luther“ mit der Autorin Maria Regina Kaiser in der Buchhandlung Henze.

Bildungsexkursion

Am 4. November veranstaltet die Museumsgesellschaft Wolgast unter Leitung von Dr. Jana Olschewski eine Bildungsexkursion unter dem Motto „Taufengel – Ein Phänomen in der lutherischen Kirche im 17. und 18. Jahrhundert“. Die Tour führt zu Taufengeln in Kirchen Vorpommerns.

Leitung/Info: bei Jana Olschewski

unter ☎ 038373/20638

Am 31. Oktober, wenn sich die Veröffentlichung der 95 Thesen Martin Luthers taggenau zum 500. Mal jährt, erleben die Feierlichkeiten in Wolgast ihren Höhepunkt. An jenem Reformationstag wird um 11 Uhr in der St. Petri-Kirche zu einem Gottesdienst eingeladen, der unter dem Lutherschen Titel „Ein feste Burg ist unser Gott“ steht. Es erklingt zur Feier des Tages die Kantate zum Reformations

fest von Johann Sebastian Bach, wobei die Kantorei St. Jacobi Greifswald und die Kantorei St. Petri Wolgast unter Leitung von Maria Uhle musizieren. Komplettiert wird das Ensemble durch Mechthild Kor- now (Sopran), Takako Onudera (Alt), Titus Paspirgilis (Tenor) und Matthias Viehweg (Bass) sowie Streicher und Bläser aus Greifswald. Im Anschluss an das Konzert übergeben Mitglieder der Museumsgesellschaft, des Rungeklubs und der Fördervereine St. Petri und St. Gertrud eine Spende in Höhe von 500 Euro für die Restaurierung der Luther-Figur in der St. Petri-Kirche.

Ebenfalls am 31. Oktober öffnet ab 13 Uhr die St. Gertrud-Kapelle auf dem Alten Friedhof ihre Türen. Wie berichtet, soll die 1420 als Nachbildung des Heiligen Grabes von Jerusalem erbaute Kapelle im Inneren in absehbarer Zeit restauriert werden. Am Reformationstag werden die Pläne von Vertretern der Architekten GmbH aus Neubrandenburg vorgestellt. Zunächst jedoch gibt die Musikschule Fröhlich ein Konzert. Es folgen Führungen durch das nahe Lapidarium mit Arno Voigt sowie Begehungen des beeindruckenden Dachbodens der Kapelle, die Architekt Edwin Vallentin anführen wird. Museumsleiterin Dr.

Barbara Roggow gibt ihrerseits Einblicke in die interessante Geschichte des wertvollen Sakralbaus, während die „Schwarze Witwe“, Dr. Anja Kretschmer aus Rostock, „Friedhofsgeflüster“ von sich hören lässt. Um 16 Uhr erklingt das Abschlusskonzert „Lutherlieder neu entdeckt“ mit dem „Duo Acoustic Colours“. Mitglieder des Fördervereins St. Gertrud bieten wieder heiße Wiener, die berühmten Knappikschen „Reformationsbrötchen“ und „St. Gertrud- Brot“ sowie Glühwein, Tee und Souvenirs an.

Des Weiteren sei auf den Vortragsabend am 2. November um 19.30 Uhr im Museum hingewiesen. Unter der Überschrift „Reformation und Grafenfehde“ erläutert Dr. Joachim Krüger vom Lehrstuhl für Nordische Geschichte der Uni Greifswald Zusammenhänge zwischen der Reformation in Pommern und dem dänischen Erbfolgekrieg von 1534 bis 1536.

Tom Schröter

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