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Usedom Zahl der Patienten mit Herzschwäche steigt rasant an
Vorpommern Usedom Zahl der Patienten mit Herzschwäche steigt rasant an
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00:00 19.06.2017
Monika Wahrmann (r.) hat ein Spenderherz. Sie bedankt sich bei den Herzchirurgen Dr. Lutz Hilker und Prof. Hans-Georg Wollert. Quelle: Foto: Anette Pröber

Langes Händeschütteln und Tränen der Freude. Emotionale Momente am Rande einer Tagung von Medizinern am Samstag im Steigenberger Grandhotel. Monika Wahrmann (57) aus Beselin bei Rostock bedankte sich bei den Herzchirurgen aus Karlsburg: Oberarzt Dr. Lutz Hilker und Prof. Hans-Georg Wollert, Direktor der Klinik für Herzchirurgie. Sie hatten 2014, als ihr Herz nur noch eine geringe Pumpleistung besaß, mit der Implantation einer mechanischen Minipumpe das Leben gerettet. 2016 erhielt sie dann in Hamburg-Eppendorf ein Spenderherz. Nach einigen Komplikationen sei nun alles „auf einem guten Weg.“

Zum dritten Mal veranstaltete das Klinikum Karlsburg auf Usedom ein Symposium zur Herzschwäche, um Fachleuten Gelegenheit zum Austausch zu geben. Unter der Herzinsuffizienz leiden in Deutschland rund zwei Millionen Menschen. „Waren es im Jahr 2000 deutschlandweit rund 240000 Patienten, so waren es 2014 schon 433000. Das entspricht nahezu einer Verdopplung in 15 Jahren“, sagte Hilker vor den rund 100 angereisten Medizinern. In Karlsburg ist diese Therapie ein großer Schwerpunkt. Die Spezialisten um ihren Ärztlichen Direktor, Prof. Wolfgang Motz, haben in den vergangenen fünf Jahren sehr erfolgreich ein „Kunstherzprogramm“ aufgebaut. Bei herzinsuffizienten Patienten werden nach Ausschöpfung aller anderen Therapieoptionen inzwischen routinemäßig Herzunterstützungssysteme implantiert. Durch die Miniherzpumpen konnte in Karlsburg bislang 24 Frauen und Männern geholfen werden. Viele Patienten besuchten die Tagung. Denn im Mittelpunkt standen Komplikationen und Behandlungsoptionen bei Herzunterstützungssystemen. Ein solcher Spezialist führe immer noch ein „Schattendasein“, meinte Prof. Paul Mohacsi, Chefarzt der Uniklinik für Kardiologie in Bern. Das sei vollkommen unverständlich angesichts der „Epidemie“ von Patienten. Bei der Tumor-Diagnose werde sofort zum Spezialisten überwiesen, der Patient mit Herzschwäche aber oft nicht angemessen therapiert.

Der Schweizer plädierte für ein Heart-Team, das nicht nur in der Klinik existiert, sondern die Niedergelassenen einschließt. Die Herzschwäche gelte es möglichst frühzeitig zu behandeln.

AP

OZ

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