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Usedom Ziemlich schräg drauf: Ein Miesepups zum Liebhaben
Vorpommern Usedom Ziemlich schräg drauf: Ein Miesepups zum Liebhaben
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00:05 18.10.2016

Der „Miesepups“ ist ziemlich schräg drauf: Räumt seine Höhle nicht auf, schläft immer lange und bleibt am liebsten im Dunklen, um das von ihm verursachte Chaos nicht zu sehen ... So beginnt das Kinderbuch „Der Miesepups“ von Kirsten Fuchs. Doch weil eine gute Fee dem Miesepups die Augen öffnet und das Kucks unbedingt sein Freund sein will, wird am Ende alles gut.

Richtig gut wird das Buch jedoch erst durch die wundervolle Illustration von Cindy Schmid, die ein wahrer Hingucker sind. Die Greifswalderin, die seit nunmehr 13 Jahren in der Hansestadt als freie Grafikerin und Illustratorin lebt, dürfte etlichen Lesern durch ihre unnachahmlichen Illustrationen für „Das Magazin“ bekannt sein. Denn Cindy Schmid überzeugt durch einzigartige Collagen.

Das trifft auch auf den Miesepups zu. „Ich habe dafür bis zu 80 Teile verwendet“, erklärt die 40-Jährige. Viele der abgebildetzen Gegenstände stammen auch aus dem privaten Haushalt von Cindy Schmid – der Buchsbaum etwa, der für die Frisur der Hauptfigur herhalten musste, wächst im Garten der Familie. Auch die Schallplatten und der Stuhl gehören zum Schmidschen Inventar. Ebenso die großen Schuhe des bemoosten Miesepupses. „Die trägt normalerweise mein Mann“, verrät Cindy Schmid. Der Gatte durfte auch gleich noch seine nackten Füße fürs Buch hergeben. Natürlich hat sie auch von sich selbst etwas eingebracht. . . „Der Körper der Fee ist eigentlich meiner“, sagt sie. Es habe großen Spaß gemacht, alle diese Puzzleteile zu einer passenden Illustration zusammenzufügen, deshalb würde sie einen solchen Auftrag auch jederzeit wieder annehmen. „Mit meiner Machart der Illustration kann man zugleich sehr viel Alltag vermitteln und die jungen Leser auf eine Entdeckungsreise schicken“, sagt Schmid. Für Kinder zu arbeiten, sei aber immer eine große Herausforderung.

Deshalb hatte sie zunächst auch ihre ersten Entwürfe an den eigenen Kindern getestet. Doch die Söhne fanden den ersten Miesepups zu gruselig. „Mit meiner zweiten Version waren sie dann sehr einverstanden“, so die Illustratorin. Und weil er so gut geworden ist, hat sie den Miesepups auch gleich noch als Puppe genäht. Die gelernte Mediengestalterin hat sich für ihre Arbeit als Illustratorin viel autodidaktisch beigebracht. „Ich muss immer ausprobieren und aus vielen verschiedenen Dingen etwas Neues schaffen“, begründet sie ihre Arbeitsweise. Doch egal, was sie illustriert, ob Plakate, Plattencover oder Bücher – „es muss immer einem künstlerischen Anspruch genügen und darf nie wie schnell hingeworfen wirken“, erklärt sie. Deshalb sammelt Cindy Schmid auch so ziemlich alles, was ihr zwischen die Finger kommt: Geschenkpapier, Servietten, ein knalliges Zeitungsbild, Gräser, Blüten, Spielfiguren. . . „Das alles lässt sich wunderbar für Collagen verwenden“, sagt sie.

„Der Miesepups“ von Kirsten Fuchs und Cindy Schmid ist im Verlag Voland & Quist, in der Greifswalder Buchhandlung „Hugendubel“ und bei Amazon erhältlich. ISBN 978-3-86391-145-4, Preis: 14,90 Euro

Cornelia Meerkatz

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