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Usedom Zinnowitzer Ortsbus in der Warteschleife
Vorpommern Usedom Zinnowitzer Ortsbus in der Warteschleife
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00:00 29.09.2016

Die Usedomer Bäderbahn (UBB) will in Zinnowitz einen Bus-Ortsverkehr einrichten und dazu zusätzlich zu den vorhandenen zwei Haltestellen weitere neun Stationen schaffen. Geht es nach der UBB, sollen diese dereinst im Stundentakt angefahren werden. Vorgesehen ist, die Linie bis nach Lütow auf dem Gnitz zu führen.

Die Zinnowitzer Gemeindevertretung steht dem Vorhaben generell positiv gegenüber, sieht aber zugleich eine Reihe von Problemen, die geklärt werden müssten, bevor überhaupt der erste Stadtverkehrsbus durch das Ostseebad rollen kann. So der Grundtenor der Beratung des entsprechenden Tagesordnungspunktes während der Sitzung des Gemeinderates am Dienstagabend.

Für Kay Bubolz (UWG) wäre es deshalb erheblich günstiger und für alle Seiten effektiver gewesen, die UBB hätte sich gleich an das Gemeindeparlament gewendet, statt erst einen entsprechenden Antrag bei der zuständigen Kreisbehörde zu stellen: „Dann wären die Hinweise, die es heute dazu nicht zu knapp gab, gleich an die richtige Adresse gelangt.“

Das größte Hindernis, das die Zinnowitzer Abgeordneten derzeit sehen, sind die umfangreichen Arbeiten zur Sanierung von wichtigen Straßen. Vor allem die damit verbundene Sperrung des Möskenwegs lasse dann, so Bürgermeister Peter Usemann, für einen längeren Zeitraum nur die einzige Zu- und Abfahrt über die Alte Strandstraße offen.

Usemann zog auch in Zweifel, dass die von der UBB zurzeit vorwiegend eingesetzten großen Busse für alle Zinnowitzer Straßen mit ihren teilweise engen Profilen geeignet sind. Für Fred Kruggel (UWG) haben nicht nur die Straßenbauarbeiten einschränkende Bedeutung für das Projekt, sondern auch die bevorstehende Sanierung der Unterkunfts- und Funktionsgebäude der Sportschule mit ihren umfangreichen Materialtransporten. „Der Ortsverkehr sollte erst dann in Angriff genommen werden, wenn die wichtigsten Maßnahmen im Ort abgeschlossen sind“, regte er an. Im Gespräch war dann auch noch, den Zinnowitzer Hafen und das St.-Otto-Heim in den Ortsverkehr einzubinden.

Schließlich wurde der Beschluss bis zur nächsten Sitzung vertagt. Bis dahin sollen Gespräche mit der UBB geführt, mit Bussen Proberunden durch den Ort gefahren und geprüft werden, ob zunächst eine kleine Variante aufgelegt werden kann.

Die erhält ohnehin bei der Mehrheit der Abgeordneten den Vorzug vor dem Aufschub des ganzen Projektes bis zum Abschluss der wichtigsten Straßenarbeiten. „Bis es so weit ist, werden sicher noch einige Jahre ins Land gehen“, so der Bürgermeister. „Wir möchten aber den Ortsverkehr haben, der für Einwohner, vor allem die ohne eigenes Auto, und Gäste gleichermaßen Vorteile bringt.“

Dietrich Butenschön

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