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Zirchow-Morgenitz: Neuer Pastor ist waschechter Pommer

Zirchow/Morgenitz Zirchow-Morgenitz: Neuer Pastor ist waschechter Pommer

Stefan Fricke (41) hat mit seiner Familie die Wohnung im Zirchower Gemeindehaus bezogen. Am Sonntag führt Probst Andreas Haerter ihn in Liepe ins Amt ein.

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Seit 1. März ist der 41-jährige Stefan Fricke zwischen Warthe und Kamminke als evangelischer Pastor angestellt.

Quelle: Angelika Gutsche

Zirchow. Bei seinem Vorstellungsgottesdienst am kommenden Sonntag will Stefan Fricke (41) sich thematisch an den vierten Sonntag der Passionszeit anlehnen. Ganz passend zu dessen Thema wird er über den Neubeginn sprechen. Gemeinsam mit den Pastoren aus Usedom und Benz wird Probst Andreas Haerter den neuen Seelsorger der Kirchengemeinden in Morgenitz und Zirchow um 14 Uhr in der Lieper Kirche ins Amt einführen.

Für Stefan Fricke ist die Pastorenstelle auf der Insel Usedom die erste, in die er zur Anstellung entsandt wird. Vor kurzem beendete er sein Vikariat in der Tribseer Vorstadt in Stralsund und wohnte mit seiner Ehefrau und den Kindern Marten (7) und Inga (2) in Barth.

Seit ein paar Tagen richtet sich die vierköpfige Familie Fricke in der Wohnung im Zirchower Pfarrhaus ein. Die Entscheidung auf die Insel zu ziehen, fiel leicht. Fricke ist auf Rügen aufgewachsen:

„Ich bin in Pommern zu Hause und wollte hier immer gern Pastor werden.“ Im Vertrauen darauf legte er sein Examen nach dem Studienjahren in Göttingen und Berlin zielgerichtet in Greifswald ab.

Vertraute Mentalität

Bereits in den ersten Tagen auf Usedom fühlt der 41-Jährige die Richtigkeit der Lebensplanung bestätigt. „Mir ist hier vieles vertraut. Das habe ich schon bei den ersten Begegnungen gespürt. Die Mentalität der Menschen ist mir nahe, ihre Art zu wohnen und zu leben kenne ich aus meiner Familie. Ich bin in Pommern zuhause und wollte immer gern hier arbeiten.“ Obendrein gefalle ihm der Klang der Feststellung, Pastor auf Usedom zu sein, ganz besonders. Das ist auch für meine Bekannten im Süden Deutschlands ein Begriff.

Die Stelle, die die Evangelisch- Lutherische Kirche in Norddeutschland mit Stefan Fricke neu besetzt, war eineinhalb Jahre vakant. In der Zwischenzeit, das hat der neue Pastor schon festgestellt, lag die Arbeit in den Kirchengemeinden auch ohne Pastor keinesfalls am Boden. „Die Gemeindekirchenräte in Morgenitz und Zirchow haben gute Arbeit geleistet. Daran lässt es sich leicht anknüpfen.“

Und er freut sich auf die Zusammenarbeit mit den Kollegen im Pfarrsprengel, zu dem die Seelsorgebezirke Usedom, Benz, und Zirchow-Morgenitz gehören. „Für die Identifikation ist es ganz wichtig, dass die Kirchengemeinden in bestimmten Fragen Selbstständigkeit wahren. Andererseits gibt es viele Ansatzpunkte für Gemeinsamkeiten.“ Fricke spielt auf Konfirmandenunterricht, Jugend- und Seniorenbetreuung an. Außerdem gebe es mit den Pastoren Annegret Möller-Titel (Benz) und Hans-Ulrich Schäfer einen gemeinsamen Dienstplan für Gottesdienste.

Im eigenen Seelsorgebezirk will Stefan Fricke die Gottesdienste jeweils zwischen den Kirchen in Liepe, Morgenitz und Mellenthin einerseits und zwischen Zirchow, Garz und Kamminke andererseits rotieren lassen. Zweimal pro Wochenende wird er auf diese Weise predigen.

Kirche als Teil der Gesellschaft

Die Intentionen seiner Aufgabe als Pastor sieht er so: „Ich denke, es ist meine Aufgabe, die einzelnen Bereiche der Gemeindearbeit zu pflegen, Kinder-, Jugend-, und Seniorenarbeit zu organisieren, damit auf diese Weise ein Bild von den Menschen entsteht, die hier leben — in einer Kirchengemeinde, die Teil der Gesellschaft ist.“

Dass er dazu zwischen Warthe und Kamminke viel unterwegs sein wird, ist ihm klar. Der Besitz eines Autos war Teil der Ausschreibung. Im Auto unterwegs zu sein, macht ihm nichts aus. „Das gehört in unserer modernen Gesellschaft inzwischen zum Lebensgefühl.“ Dass die Familie die Wohnung in Zirchow bezog, ist kein Zufall. Die Kirche hatte hier von Anfang an Klartext geredet. Die Morgenitzer Pastorenwohnung stand aus bautechnischen Gründen nicht zur Verfügung.

Familie Fricke ist zuversichtlich, recht bald auf Usedom zuhause zu sein. Seit Montag besuchen Marten und Inga bereits Kita und Schule in Benz. Nur Ehefrau Konstanze steht vorläufig noch mit einem Bein in Barth, wo sie vor drei Jahren eine Praxis für Physiotherapie eröffnete. Übrigens lernte auch der Pastor selbst den Beruf eines Physiotherapeuten, bevor er sich entschloss, Theologie zu studieren.

Aus dem Gemeindebrief
Als Pastor freue ich mich darauf, mit Ihnen das Leben in der Gemeinde zu gestalten, sich über den Glauben auszutauschen und Gottesdienste zu feiern. Aus dem Glauben heraus zu leben, heißt für mich, geführt zu werden und sich führen zu lassen, unterwegs zu sein, gemeinsam mit anderen. Im Sinne der Jahreslosung auf der Suche nach der „zukünftigen Stadt“, möchte ich diesen Weg, im Vertrauen auf Gottes Führung und Hilfe, gemeinsam mit Ihnen gehen. Ihr Stefan Fricke

Angelika Gutsche

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