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Usedom Zoff auf dem Bahnsteig von Mölschow
Vorpommern Usedom Zoff auf dem Bahnsteig von Mölschow
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02:22 21.02.2017
Mölschow

Der junge Flüchtling, der in der Vorwoche mit einer 16-Jährigen aus Mölschow in einen Streit geraten ist (die OZ berichtete), bekommt jetzt eine persönliche Aufsicht. Das bestätigte Landkreissprecher Achim Froitzheim auf Nachfrage. Der 17-jährige Flüchtling erhält außerdem auch in der Schule in Karlshagen einen Betreuer an die Seite gestellt. „Das Jugendamt wird danach entscheiden, ob er weiter in der Clearingsstelle wohnen darf oder nicht“, sagt Froitzheim.

Nach dem Vorfall gab es ein Gespräch zwischen dem Jugendamt und der Gemeinde. „Wir bieten auch einen Dialog zwischen der Clearingstelle, dem Jugendamt und der Familie an“, berichtet Froitzheim. „Der junge Mann wurde zunächst von uns – auf gut Deutsch – ’zur Brust genommen’“.

Nun meldete sich die Mutter des betroffenen Mädchen in einem offenen Brief zu Wort. „Am Sonntag hat unsere Tochter die Beziehung zu ihm beendet – dies war der Grund für das Treffen am Bahnhof. Bei der telefonischen Terminvereinbarung teilte er unserer Tochter mit, das er 22 Schlaftabletten zu sich genommen hat, er Benzin trinken wird, um sich das Leben wegen der Trennung zu nehmen“, schreibt sie in dem Brief. „Er forderte unsere Tochter auf, seine Telefonnummer zu löschen bzw. zu blockieren. Dies hat sie bereits im Vorfeld gemacht und gehofft, dass er den Bahnhof wieder verlässt, und rief im gleichen Moment ihre Freundin an. Während dieses kurzen Telefonates, in dem sie ihre Freundin um Hilfe bat, forderte er ihr Handy. Als sie sich weigerte, entriss er es ihr. Der Freundin sagte er, unsere Tochter meldet sich später wieder, legte auf und steckte ihr Telefon in seine Hosentasche“, heißt es im Brief weiter. In dem Augenblick näherte sich ein Zug der UBB. „Er packte unsere Tochter fest an den Armen, schubste sie zwischen die dort stehenden Fahrradständer und drückte sie mit Gewalt in die Hocke. Sie bekam Panik und fing an zu weinen. Sie forderte ihn auf, dass er sie loslassen soll, was dieser nicht tat. Er beschimpfte und beleidigte sie“, schreibt sie Mutter.

Das Kind flüchtete in den Zug, der Lokführer verriegelte die Türen, sodass der junge Mann nicht hinein kam. „Die Aggression des Jugendlichen auf den verweigerten Zutritt äußerte er durch Treten und Schlagen gegen die Zugtüren, und der Zug fuhr dann nach Wolgast.“ Dort trafen sich die Eltern und das Mädchen, gingen zur Polizei und ins Krankenhaus.

Laut Polizeisprecher Axel Falkenberg bekommt der Jugendliche drei Anzeigen – wegen Körperverletzung, Beleidigung und Nötigung. „Dass sich Jugendliche trennen, passiert hundertfach.“ Laut Aussagen der Polizei wollte sich die 16-Jährige vor den Zug werfen. „Deshalb drückte der junge Mann das Mädchen offenbar in die Fahrradständer.“ he

OZ

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