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Usedom Zoocafé öffnet nach der Winterpause wieder
Vorpommern Usedom Zoocafé öffnet nach der Winterpause wieder
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00:00 29.03.2014
Ab 1. April hat das Zoocafé wieder geöffnet. Vier Mitarbeiter, davon zwei in der Küche, sind in der Einrichtung beschäftigt. Quelle: Peter Binder
Greifswald

Mehr als drei Monate blieb die Tür verschlossen. Am Dienstag lädt das Zoocafé des Greifswalder Heimattierparks nun erstmalig wieder zu Kaffee und Kuchen, Eis und Imbiss ein. „Zum Glück“, freut sich Vizebürgerschaftspräsidentin Birgit Socher (Linke). Sie hatte unlängst bei schönem Wetter nach dem Tierparkbesuch mit ihrem Enkel auf ein Eis im Zoocafé gehofft und wurde enttäuscht. „Wir hatten eine Behördenauflage zu erfüllen, mussten in der Küche einen Fettabscheider einbauen lassen“, begründet Tierparkleiterin Heidi Schönherr die lange Schließzeit. Über 6000 Euro habe diese Investition gekostet. Viel Geld für den gemeinnützigen Verein, dessen Arbeit sich vorwiegend aus Zuschüssen und Spenden speist. Allerdings, räumt Schönherr ein, sei das Zoocafé in der kalten Jahreszeit „auch nicht ausgelastet gewesen“. Mit anderen Worten: Eine ganzjährige Öffnung wäre betriebswirtschaftlich nicht zu verantworten. „Außerdem haben wir dadurch gewährleistet, dass das Personal die Überstunden aus den Sommermonaten abbauen konnte“, argumentiert Heidi Schönherr.

Für Axel Hochschild, Fraktionsvorsitzender der CDU, sind das alles durchaus nachvollziehbare Gründe: „Wenn es sich nicht rechnet, kann man niemanden zwingen, durchgehend zu öffnen“, sagt er, auch wenn die Winterpause zu bedauern sei. Auf seiner Laufstrecke komme er jeden Morgen am Park vorbei und habe irgendwann die Information über die Schließung wahrgenommen. Von Anfang an sei mit dem Zoocafé das Ziel verfolgt worden, zusätzliche Mittel für den Tierpark zu erschließen. Immerhin flossen über 500 000 Euro Fördermittel in die sieben Jahre andauernde Sanierung des alten Gebäudes, das ostern 2012 fertig wurde. „Doch die Ecke dort hinten ist für den Betrieb eines Cafés schwierig, zumal Gäste ja nicht mal mit dem Auto vorfahren können“, gibt Hochschild zu bedenken.

Auch Alexander Krüger von den Grünen kann die zeitweise Schließung verstehen. Wenn betriebswirtschaftliche Gründe gegen eine ganzjährige Öffnung sprächen, könne man niemandem einen Vorwurf machen.

Zumal die Tierparkmitarbeiter grundsätzlich großes Engagement an den Tag legten, um das Erholungsgebiet immer attraktiver zu gestalten. „Zum Jahresende waren alle Fraktionen zu einem Rundgang eingeladen. Es hat sich viel im Park getan, das hat mir sehr gut gefallen“, lobt Krüger. Immerhin: Die Stadt unterstützt den Tierpark jährlich mit 160 000 Euro.

Und es soll sich auch in diesem Jahr noch viel bewegen: „Gegenwärtig bauen wir die Zooschule um“, berichtet Parkchefin Heidi Schönherr. Da Arbeiten an der Abwasseranlage notwendig wurden, nutze man die Gelegenheit zur Umgestaltung und Renovierung. Ein Teil werde Ostern fertiggestellt. „Außerdem renaturieren wir die Storchenwiese, den flugunfähigen Vögeln wird künftig eine Flachwasserzone zur Verfügung stehen“, sagt sie. Auf dem Horst indes habe sich bereits Frau Störchin eingefunden, die im Süden überwinterte und nun auf ihren Mann wartet. Was die beiden so auf ihrem Nest treiben, „können die Gäste im Naturkundehaus dann live auf einem großen Monitor beobachten“, macht Heidi Schönherr Lust auf einen Besuch. Eine extra installierte Kamera, finanziert über die Bingo-Lotterie, mache es möglich. Zudem sollen die Stachelschweine in diesem Jahr endlich eine neue Anlage erhalten, weil die alte Unterkunft alles andere als schön sei.

Der Greifswalder Tierpark

9 bis 17 Uhr öffnet der Heimattierpark ab April wieder — und somit eine Stunde länger als derzeit. Zu Ostern wird u.a. ein Brunch geboten.



Das Zoocafé mit rund 30 Plätzen öffnet ab 1. April täglich von 11 bis 18 Uhr. Es beherbergt auch das Naturkundehaus, das verschiedene Bildungsangebote bereithält. Wer mag, kann hier auch kleine Feste feiern. Die Ausrichtung von Kindergeburtstagen mit Parkführung sei beispielsweise beliebt.

Infos/Anmeldung: ☎ 50 22 79



Petra Hase

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