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Usedom Zweckverband geht gegen Angler vor
Vorpommern Usedom Zweckverband geht gegen Angler vor
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01:18 03.11.2016
Der eingezäunte Bereich des Industriehafens Lubmin gilt als internationaler Grenzübergang. Angeln ist dort verboten! Quelle: Peter Binder

Der Zweckverband „Energie- und Technologiestandort Freesendorf“macht jetzt ernst und geht gegen Angler vor, die im Industriehafen Lubmin ihrer Leidenschaft frönen.

„Wir haben am Montag die erste Strafanzeige bei der Polizei gestellt, weil immer mehr Angler völlig uneinsichtig sind und eingezäuntes Gelände rechtswidrig betreten“, schildert die Projektleiterin des Zweckverbandes, Anja Wolfgram. Nach ihren Worten ist der eingezäunte Hafenbereich als internationaler Grenzübergang gesichert. „Das Betreten gilt als Hausfriedensbruch und wird als Straftat durch die Behörden geahndet“, macht Wolfgram klar.

Der Industriehafen Lubmin gilt unter Anglern als Geheimtipp. Neben dicken Barschen gibt es hier auch Zander. Geangelt werden darf aber nur noch an der Steinmole zur Marina Lubmin, da das gesamte andere Hafengelände eingezäunt ist, um den Schiffsverkehr nicht zu behindern. „Wir hatten vor einem Jahr schon mal das Problem, haben damals an die Vernunft der Petrijünger appelliert“, so Wolfgram.

Leider würde auch das Einzäunen die Angler nicht davon abhalten, ihrer Leidenschaft in verbotenen Hafenbereichen zu frönen. Das Problem habe sich in den letzten Tagen so ausgeweitet, dass Angler in den Sicherheitsbereich der Hafenanlage eindringen und auch Schiffe betreten, um von dort aus zu angeln. „Das ist eindeutig Hausfriedensbruch und Betreten fremden Eigentums“, stellt sie klar. Am Montag habe sie der Kapitän eines im Hafen liegenden Schiffes informiert, dass am Sonntag ein Angler dort war. Seinen Eimer mit Fisch, die Köderdose und Angelzubehör habe er liegengelassen, als er entdeckt wurde. „Der Mann war unbefugt auf dem Schiff. Wir haben die Polizei gerufen.“ In der Vorwoche sei zudem ein Kapitän eines im Hafen liegenden Schiffes von vier Anglern beleidigt worden, nachdem er auf das Angelverbot hingewiesen habe. Als er dann die Polizei rufen wollte, seien sie geflüchtet. Da sich die Petrijünger nicht an ab- oder anlegenden Schiffen stören, Verbots- und Hinweisschilder vehement ignorieren und Schiffsbesatzungen verbal bedrohen, handele jetzt der Zweckverband. „Wir stellen bei jedem unbefugten Betreten des eingezäunten Bereiches Strafanzeige.

Außerdem läuft unser Sicherheitsdienst verstärkt Streife“, erläutert Anja Wolfgram.

Cornelia Meerkatz

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