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Zwei Gräben sind nicht genug

Loddin Zwei Gräben sind nicht genug

Loddiner Interessengemeinschaft kämpft weiter um trockene Keller.

Loddin. Ihre feuchten Keller im Regensommer 2011 hatten einige Loddiner veranlasst, eine Interessengemeinschaft zu gründen. Die 16 Einwohner bemühen sich seitdem um Gehör in der Gemeindevertretung, damit diese Maßnahmen veranlasst, die ihre Häuser sichern.

Dabei warten sie nicht einfach fordernd ab, sondern wirken mit. Wenn die Gemeinde das Problem mit dem Wasser- und Bodenverband beriet, saßen Dithmar Wendorf und andere aus der Gemeinschaft mit am Tisch. 2012 waren sie dabei, als die Verbandsmitarbeiter die Gräben mit Gemeindevertretern inspirierten. Die Bemühungen hatten Erfolg. Im Ergebnis der Grabenschau wurden zwei zugewachsene Gräben, in denen noch das Wasser stand, wieder flott gemacht und der Hauptgraben gründlich entkrautet und ausgebaggert. Ein teures Gutachten — darin waren sich Gemeindevertreter und Interessengemeinschaft einig — sollte nicht in Auftrag gegeben werden.

Ist jetzt alles in Ordnung? Wer weiß das schon? Die Gemeindevertreter wollen erst einmal abwarten, was die Maßnahmen gebracht haben. Die Interessengemeinschaft beobachtet argwöhnisch die Feuchtigkeit in ihren Kellern.

Bei ihrem Treffen am Donnerstag waren sich die Mitglieder einig: „Was bisher unternommen wurde, reicht nicht aus. Zwei Gräben sind nicht genug. Wir wünschen uns endlich konkrete Aussagen und vom Zweckverband Auskünfte zu technisch sinnvollen und möglichen Maßnahmen“, fasst Wendorf zusammen, was als Antrag an die Gemeindevertretung eingebracht werden soll. Schon im Ergebnis der Grabenschau hatte es weitere Vorschläge gegeben, um den Wasserabfluss ins Achterwasser zu ordnen und anzukurbeln und die Häuser der Loddiner zu schützen.

Die aktuellen Forderungen der Interessengemeinschaft betreffen zwei Punkte: Fachleute vom Wasser- und Bodenverband sollten klar sagen, welche Maßnahmen sinnvoll sind, um Kellerflutungen wie 2011 künftig sicher auszuschließen. „Die Gemeindevertretung soll sagen, ob sie, wenn die Fachleute bestimmte Maßnahmen für sinnvoll halten, diese im Sinne der betroffenen Grundstückseigentümer unterstützt und die Umsetzung vorantreiben wird. Bei der Umsetzung wollen wir dann gern helfen“, so Wendorf, der das Argument fehlender Mittel nicht akzeptiert. Niemand könne erwarten, dass alles Sinnvolle sofort realisiert wird. Wenn es aber Vorschläge gebe, könne man erwarten, dass deren Realisierung grundsätzlich geplant und ein Anfang gemacht werde.

Bürgermeisterin Lorina Bremer will im April ein Treffen anberaumen, bei dem Gemeindevertreter, Verbandsmitarbeiter und die Interessengemeinschaft die unterschiedlichen Ansichten erörtern. „Wir werden sehen, wie wir die Standpunkte dann miteinander vereinbaren können.“

Angelika Gutsche

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