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Usedom Zwischen Beruf und Berufung
Vorpommern Usedom Zwischen Beruf und Berufung
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00:00 22.02.2017
Kai Goyer (l.) und sein Stellvertreter Christoph Liphardt stehen seit gestern Abend an der Spitze der Zinnowitzer Feuerwehr. Quelle: Foto: Hannes Ewert
Zinnowitz

Gestern Abend begann in der Freiwilligen Feuerwehr Zinnowitzer eine neue Ära. Nach 18 Jahren an der Spitze der Wehr wurde Leiter Daniel Stübe durch Kai Goyer abgelöst. Dessen Stellvertreter wird Christoph Liphardt. In der Gemeindevertretung wurden beide vom Bürgermeister Peter Usemann für sechs Jahre zum Ehrenbeamten auf Zeit ernannt.

Der neue Wehrführer Kai Goyer ist seit Kindheitstagen mit der Feuerwehr verbunden. „Vor dem Elternhaus war ein Bohrbrunnen. Regelmäßig kam die Feuerwehr vorbei, um frisches Wasser zu holen. Ich war neugierig, interessierte mich für die Technik. Ich spürte, dass dies etwas für mich sein kann“, sagt er. Das Interesse hielt und in diesem Jahr feiert der gebürtige Zinnowitzer sein 30-Jähriges Bestehen in der Wehr.

„Ich habe praktisch mein Hobby zum Beruf gemacht“, erzählt der gelernte Schweißer. Eigentlich arbeitet der 44-jährige Insulaner als Berufsfeuerwehrmann bei den Energiewerken Nord in Lubmin. Einsätze auf dem Gelände oder bei Bedarf in den umliegenden Dörfern stehen dort auf der Tagesordnung. „Auch mein sechsjähriger Sohn Paul ist bereits Mitglied der Wehr und bei den Löschzwergen aktiv. Dort lernen die das kleine Handwerk der Feuerwehr“, erzählt er stolz.

Das neue Führungsduo dankt seinen Vorgängern, plant aber mit dem Wechsel ein paar kleinere Veränderungen. „Wir möchten uns zum Beispiel bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verbessern“, sagt Christoph Liphardt. Bisher war es so, dass die Jahreshauptversammlungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. „Wir sind immer – genau wie viele andere Wehren – auf der Suche nach neuen Mitgliedern und da ist es von Vorteil, wenn man die freiwillige Arbeit der Feuerwehrmänner in der Öffentlichkeit ehrt und kennt“, sagt er. Bestehen bleibt auch die Pflege der Partnerschaft zur Feuerwehr nach Hoisdorf in Schleswig-Holstein. „Ende Juni veranstaltet die Feuerwehr die Sommersonnenwendfeier auf dem Kulturhausplatz“, blickt Goyer voraus.

Im vergangenen Jahr hatten die 33 aktiven Mitglieder etwa 50 Einsätze. „Ein Großteil der Einsätze besteht aus Türöffnungen für den Rettungsdienst“, sagt Goyer. Zu den größten Einsätzen zählte im Vorjahr ein Hausbrand in Bannemin.

Der bisherige Wehrführer Daniel Stübe bleibt in der Feuerwehr weiterhin aktiv und auch die Funktion als Amtswehrführer behält er inne. Laut Ordnungsamtsleiter Bernd Meyer sind dafür am 31. Mai Neuwahlen.

Ehrungen in der Wehr

Auf der vergangenen Jahreshauptversammlung wurden folgende Mitglieder der Feuerwehr geehrt:

Wolfgang Vogt: Verdienstorden des Landes in Gold für 40 Jahre Mitgliedschaft Kristine und Daniel Stübe: Ehrennadel in Silber des Landesverbandes Udo Lenke: Brandehrenzeichen des Landes für 25 Jahre Marek Ochotzki und Jens Fude: 20 Jahre Mitgliedschaft Martin Liphardt: 10 Jahre Mitgliedschaft Beförderungen:

Torsten Kuhtz zum Oberlöschmeister, Peter Usemann zum Hauptfeuerwehrmann, Jana Krause-Luczak zur Hauptfeuerwehrfrau, Stephan Nickel zum Feuerwehrmann Neuaufnahme mit Gelöbnis und Handschlag:

Simon Hagemann und Simon Mees

Hauptgerätewart: Torsten Kuhtz, Schriftwart: Laura Krause, Jugendwart: Jana Krause-Luczak

Hannes Ewert

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