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Zwischen Dschungel-Stars und Schlagersängern

Heringsdorf Zwischen Dschungel-Stars und Schlagersängern

Am Freitagabend kamen die Teilnehmer und Sponsoren des 2. Usedomer „Cross Country im Steigenberger Hotel in Heringsdorf zusammen

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Im Mittelpunkt der Charity-Veranstaltung stand die Spende des Kaffee-Herstellers „Arko“ an die Welthungerhilfe.

Quelle: Fotos: Dietmar Pühler

Heringsdorf. Nina Bott kam mit Familie direkt aus Hamburg angereist. Wie die Schauspielerin und Moderatorin trudelten im Laufe des Freitagabends etliche Promis im Steigenberger Grandhotel ein, um dem Usedom Cross Country-Organisator Till Demtroeder beim Welcome-Abend im Bistro Waterfront Gesellschaft zu leisten. Für viele Stars und Sternchen war der Aufgalopp zum Jagdreiter- Event ein Wiedersehen unter Freunden.

OZ-Bild

Am Freitagabend kamen die Teilnehmer und Sponsoren des 2. Usedomer „Cross Country im Steigenberger Hotel in Heringsdorf zusammen

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„20 Cent reichen, um ein Kind täglich zu versorgen. Ein Euro reicht für eine Familie.“Till Demtroeder

Einige der geladenen Gäste kannten sich bereits gut im Hause aus, denn sie waren schon beim ersten Usedom Cross Country im vergangenen Jahr bzw. beim Schlittenhunderennen „Baltic Lights“ im Februar dieses Jahres auf der Insel. So etwa die letzt- und auch diesjährigen Moderatoren des Pferdespektakels am Ahlbecker Strand, Carlo von Tiedemann und Karsten Speck. Auch der Schauspieler und Synchronsprecher Michael Mendl war erneut der Einladung von Demtroeder gefolgt.

Beim Promi-Rennen von „Baltic Lights“ belegte der 72-jährige Mime mit seinem Rennpartner Bernhard Bettermann den dritten Platz. „Das war toll und das ohne Training“, sagte er ein wenig stolz und verriet, dass er 17 Jahre einen Samojeden hatte und so mit den Schlittenhundebesitzern fachsimpeln konnte. „Daraus sind kleine Freundschaften entstanden“, sagt der sympathische Charakterdarsteller.

Reiten ist wiederum nicht sein Ding, schon eher das seiner Lebensgefährtin Gesine Friedmann.

„Ich bin passionierte Reiterin“, sagte sie. Dennoch sattelte sie bei Usedom Cross Country nicht ihr Pferd. Denn: „Man muss mindestens zehn Jagden mitgemacht haben, um hier starten zu können.“ Wie die anderen Promis begleiteten die beiden die rund 80 Reiter in Safari-Hanomags von Stolpe nach Mellenthin zum Wasserschloss.

Und eine Neuigkeit hatten Friedmann und Mendl parat. Der Schauspieler wird schon bald nach Heringsdorf zurückkehren und am 2. Oktober im Steigenberger eine Lesung veranstalten. „Ich lese ’Das Muschelessen’ von Birgit Vanderbeke“, berichtete Michael Mendl. Das sei passend für das Hotelpublikum und vor allem für die Jahreszeit. Schließlich seien die Monate mit „r“ diejenigen, in denen man Muscheln isst.

Zum ersten Mal der Einladung von Till Demtroeder ist der wohl schillerndste VIP-Gast gefolgt: Roberto Blanco. Der Schlagersänger kam in Begleitung seiner Ehefrau Luzandra Strassburg auf die Insel.

Zum Erstaunen des Berichterstatters ließ der 79-jährige mit kubanischen Wurzeln wissen, dass er bereits 1968 auf Usedom war „in einem großen Saal“. Dass es für den Sänger damals kein Problem war, in die DDR einzureisen, verwundert aus heutiger Sicht. So trat Blanco erstmals 1963 im Friedrichsstadtpalast auf. Mehrere Engagements sollten dort folgen.

Und ein bisschen DDR-Fernsehgeschichte hat er auch geschrieben, denn zusammen mit Helga Hahnemann moderierte er im September 1990 die letzte Ausgabe von „Ein Kessel Buntes“ vor der Wiedervereinigung.

„Ich freue mich hier zu sein“, sagte der gutgelaunte Unterhaltungskünstler, der auch auf den guten Zweck der Veranstaltung hinweist.

Denn wie bei jeder der beiden Vorgängerveranstaltungen wurde Geld für die Welthungerhilfe gesammelt. Allein der Hauptsponsor Arko spendete 20000 Euro an die Initiative „Reiten gegen den Hunger“, eine gemeinsame Initiative der Bauer Media Group und der Performance Sales International. Gudrun Bauer vom Bauer-Verlagshaus gab zu bedenken: „Wir haben volle Mägen und stehen auf der Sonnenseite des Lebens“, während auf der Welt zu viele Kinder an Hunger sterben würden. Deshalb engagiere sie sich über die Initiative „Reiten gegen den Hunger“ für die Welthungerhilfe.

Patrick Weber, Geschäftsführer der Arko GmbH in Wahlstedt in Schleswig-Holstein, hat nicht lange gezögert, mitzumachen. „Das ist seriös, das passt zu uns, da wollen wir teilhaben“, meinte Weber. Auch seine Kunden werden künftig etwas Gutes tun, wenn sie die Ursprungsschokoladen von Arko kaufen. „Von jedem Artikel gehen fünf Cent an die Welthungerhilfe“, so seine gute Nachricht.

Till Demtroeder freute sich über dieses Engagement und er gab zu verstehen, dass mit relativ wenig Geld viel erreicht werden kann: „20 Cent reichen, um ein Kind für einen Tag zu versorgen. Ein Euro reicht für eine fünfköpfige Familie“, sagt er.

Bis spät in den Abend unterhielten sich Vertreter von der Insel sowie die Gäste auf dem Außenbereich des Hotels.

Dietmar Pühler

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