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Vorpommern Sommer Oper Airs: Stars rocken Seebrücke
Vorpommern Sommer Oper Airs: Stars rocken Seebrücke
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21:08 08.11.2018
Wincent Weiss bei seinem Konzert im August in Binz. Quelle: Christian Thiele/ Kurverwaltung Binz
Sellin

Nun ist es fest gezurrt: Mit drei hochkarätigen Konzerten startet das 1. Selliner Sommer Open Air im nächsten Jahr seine Premiere. „Am 20. Juli werden Wincent Weiss, am 2. August das DJ-Duo ’Gestört aber Geil’ und am 3. August Ben Zucker in Sellin zu erleben sein“, informiert Steffi Besch von der Kurverwaltung. Bis zu 4500 Zuschauer je Konzert werden dazu an der Seebrücke des Ostseebades erwartet. Der Karten-Vorverkauf für Ben Zucker sei bereits erfolgreich gestartet, für die anderen beiden Konzerte beginnt er am Freitag, 9. November, 9 Uhr, so Besch.

200 Strandkörbe werden verrückt

Denn neu ist: Die Veranstaltungsfläche am Strand wird ein geschlossener Bereich sein, zu dem nur Gäste mit Eintrittskarten Zugang haben. Favorisiert wird eigentlich die Fläche rechts der Seebrücke, weil der Strand dort breiter und länger ist für die geplante Eventfläche von 80 mal 60 Metern. Die 10 mal 12 Meter große Bühne soll mit dem Rücken zur Seebrücke stehen. Bauzäune mit Sichtschutz werden an beiden Enden des Veranstaltungsplatzes in Richtung Südstrand und Sassnitz aufgestellt. Zu dem Gelände wird den Konzertbesuchern über die rechte geneigte Ebene (Strandabgang) durch Sicherheitskräfte Zugang gewährt. Gäste, die zum Seebrücken-Restaurant oder in Richtung Tauchgondel wollen, können diese ungehindert erreichen. Der Knackpunkt: Für die Konzertarena am Hauptstrand müsste die Hälfte von knapp 200 Strandkörben verrückt werden. Weil dies sehr aufwendig sei, gibt es Überlegungen, die Eventfläche links der Seebrücke herzurichten, erklärt Steffi Besch.

Veranstalter der drei Selliner Sommerkonzerte ist die Kurverwaltung zusammen mit der Agentur Bernd Aust Kulturmanagement GmbH aus Dresden. Sellin sei für die personelle Unterstützung, den Sicherheitsdienst, die Werbung sowie die Unterbringung der Künstler zuständig und schreibe das Catering aus, wodurch die Kosten gering seien.

Vorreiter ist Binz

Mit den Sommer Open Airs geht Sellin ähnlich Wege wie Binz. Das benachbarte Ostseebad hatte im letzten Jahr den KulturSommer aus der Taufe gehoben und präsentiert in diesem Jahr eine Zweitauflage. Die Konzerte sind für Gäste und Einheimische gleichermaßen gedacht und die meisten kostenfrei. Für die Top-Acts wie Wincent Weiss, Max Giesinger, Johannes Oerding, Silly und „Gestört aber Geil“ wurde Eintritt erhoben. Zu den Konzerten von Weiss und Giesinger kamen jeweils 3500 bis 4000 Gäste auf den Kurplatz.

Wird in Sellin nun einfach abgekupfert? Steffi Besch ist gelassen. „Die einen nennen es abkupfern, die anderen copy-paste. Man muss das Rad nicht neu erfinden und immer von vorn anfangen. Produkte oder Strategien, Konzepte, die sich woanders bewährt haben, zum Beispiel in einem anderen Unternehmen oder einer anderen Region, dürfen doch übernommen und auf die eigenen Gegebenheiten und Bedürfnisse zurechtgeschustert werden.“ Dies sei ein durchaus probates Mittel im Marketing und Qualitätsmanagement, welches unter dem Begriff des sogenannten Benchmarking zu fassen sei. Ein Managementinstrument, bei dem sich Unternehmen mit der Konkurrenz vergleichen – und dort, wo andere besser sind, die eigenen Prozesse angleichen. „Aus falschem Stolz heraus, wird diese Strategie dummerweise vielerorts noch viel zu selten verfolgt und genutzt“, meint Besch.

Weiss & Co seien momentan nun einmal Zugpferde, die Konzerthallen füllen. Für Ben Zucker hätten sich schon via Facebook-Seite der Kurverwaltung rund 2500 Interessierte gemeldet, knapp 200 Karten sind verkauft. „Wir wollen in Sellin mehr und neue Veranstaltungen bieten, aber das Budget wächst nicht automatisch proportional dazu mit“, begründet Steffi Besch diese Art der Konzerte am Strand. Die Kartenpreise bewegen sich zwischen 21,50 bis 33,50 Euro.

Neue Veranstaltungsformate ausprobieren

Sellin will sein bisheriges Veranstaltungsmuster ab dem kommenden Jahr umstricken und mit mehr Quantität, aber auch mit mehr Qualität punkten. Dafür sind neue Formate und neue Event-Standorte geplant. Das Selliner Konzept stehe künftig auf drei Säulen: Sommer Open Air am Strand, Lounge an Hafen, Haupt- und Südstrand und auf dem Friedensberg sowie der „Kulturbeutel“ mit Kleinkunst, Straßenmusik und Theater (die OZ berichtete).

Das Konzert mit Ben Zucker in Sellin sollte zuerst am 4. August stattfinden. „Da hat er aber Geburtstag, deshalb spielt er nun einen Tag eher“, verrät Steffi Besch. Der Shootingstar, der im Februar dieses Jahres das allererste Mal mit seiner Band auf Tournee ging, hat gerade die Zusatztermine seiner „Na Und?!“ Konzertreihe in Magdeburg gestartet. Im Sommer supportete er Helene Fischer auf ihrer Stadion-Tournee. Seine Herbst-Konzerte sind nahezu ausverkauft und die Herbst-Termine 2019, wo er mit seiner Band erstmals auf große Arena-Tournee gehen wird, verkaufen sich im Flug, heißt es. Davor präsentiert er sich auf einigen ausgewählten Sommer Open Airs –wie in Sellin.

Karten unter www.eventim.de, www.reserviv.de und www.semmel.de (Wincent Weiss)

Gerit Herold

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