Unbeachtet dürfte dann auch nicht bleiben, dass sich inzwischen eine Bürgerinitiative formiert hat, die eine Erweiterung des Baugebietes auf Kosten der Natur unbedingt verhindern will. Vor drei Wochen kündigten die Gründer der Initiative eine Unterschriftensammlung an. „Bis jetzt haben schon über 1000 Leute unterschrieben, die meisten davon sind Kühlungsborner“, informiert, Theo Altenberg, Künstler und Sprecher der Gruppe. Er kritisiert vor allem, dass mit der Erschließung eines zweiten Baufeldes „zum Nutzen weniger Leute ein Stück wertvoller Natur zerstört“ würde. „Davon hat Kühlungsborn nichts!“, meint auch Monika Rötz, die befürchtet, dass am Ende in den Häusern doch wieder nur Ferienwohnungen entstehen. Altenberg erklärt, er erwarte von den Stadtvertretern, dass diese bei ihrer Entscheidung nur an das Allgemeinwohl denken und nicht Einzelinteressen nachgeben. „Kühlungsborn darf nicht das Eldorado sein, wo Einzelne sich ihren Goldklumpen ausbuddeln.“ Auch glaube er nicht, dass sich tatsächlich genügend Wohlhabende finden, die solch kostspielige Grundstücke erwerben, um dort zu wohnen. „Die Schönen und Reichen fahren doch schon alle nach Heiligendamm“, lästert der Künstler.
Für den Fall, dass sich in der Stadtvertretung die Befürworter einer Erweiterung durchsetzen, kündigt Altenberg anhaltenden Widerstand der Bürgerinitiative an. „So schnell geben wir nicht auf. Wir werden alle zulässigen Mittel ausschöpfen und scheuen auch vor juristischen Schritten nicht zurück“, betont der Sprecher und fügt hinzu, die Erhaltung der Natur müsse Anliegen aller Kühlungsborner sein. Deshalb werde die Sammlung von Unterschriften gegen das Projekt fortgesetzt.
Morgen Abend um 19.30 Uhr lädt die Bürgerinitiative alle interessierten Bürger zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung in die Pfarrscheune ein.
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