Nutznießer der Investitionen in den zweiten Bauabschnitt des Museumshafens werden die Nordseite, d. h. der Bereich von der Fußgänger- zur Steinbeckerbrücke, der Platz am Fangenturm sowie der Bereich am Südufer im Anschluss an den schon sanierten Kai sein. Parallel zur Hafenstraße zwischen Schwedenkontor und An den Wurthen soll daran anschließend ein etwa 300 Meter langer Bootssteg verlegt werden, informierte Verwaltungsmitarbeiter Peter Lubs den Bauausschuss. Die Schienen in der Salinenstraße werden nicht angetastet. Allenfalls wird neu „geschottert“.
85 Prozent der Kosten, das sind 2,5 Millionen Euro, erhofft sich die Stadt von der Pomerania. Das geht nur über einen gemeinsamen Antrag mit einer polnischen Stadt. In diesem Fall ist das Pölitz (Police), das in Ziegenort (Trzebiez) ein ähnliches Vorhaben wie Greifswald verwirklichen will.
Bis auf den Bereich an der Steinbeckerbrücke, dem Stapelplatz des Museumshafenvereins, gehört die Pflanzung von Bäumen zur Gestaltung des Ufers. Gleiches gilt für die Südseite. Ein Asphaltband soll wenigstens auf diesem Teilstück den europäischen Radfernweg aufwerten. „Die Sanitäranlagen am Fangenturm werden eingehaust“, erläuterte Peter Lubs. Die Aufwertung des „Staub-Platzes“selbst ist seit langem ein Wunsch des Museumshafenvereins, mit dem die Planungen abgestimmt wurden.
„Es gab viele Anfragen nach Liegeplätzen“, begründete Peter Lubs den Bau der gebührenpflichtigen Steganlage. Sie wird aus Recyclingkunststoff hergestellt, vergleichbar mit der auf der Nordseite. Mit dem Investor des hinter der Steganlage geplanten Wohngebietes (Bebauungsplan 55), dem Petruswerk, will sich die Verwaltung in der nächsten Woche über die Gestaltung des Bereichs verständigen. Das Petruswerk wird dabei das überarbeitete städtebauliche Konzept für dieses Wohngebiet vorstellen, informierte Bauamtsleiter Thilo Kaiser. Bauausschussmitglied Burchard Dreiseitel (SPD) hätte sich vorrangig Investitionen in den Bereich zwischen Fußgängerbrücke und Yachtwerft gewünscht. Er verwies auf den äußerst unbefriedigenden Zustand des nach der Realisierung des ersten Bauabschnitts 2001 bis 2004 zum beliebten Treffpunkt avancierten Geländes. Er gleiche im Sommer oft einem Müllplatz, die Toilettenanlage sei gestalterisch eine Katastrophe. „Wir würden gern mehr machen“, sagte Andreas Hauck vom Stadtplanungsamt. Doch dafür fehle das Geld. Und mit dem jetzigen Vorhaben werde für Fußgänger eine angenehme Runde über beide Brücken ermöglicht. Das sei für den Förderantrag ein sehr gutes Argument.
Dieser Beitrag wurde bisher 31 mal aufgerufen - zuletzt am 28.07.2010 um 22:45.

















