Ein genauer Termin für eine Grundsteinlegung steht derzeit nicht fest. Noch im Juli 2009 hieß es, dass die Grundsteinlegung in Kürze erfolgen sollte. Allerdings musste, so die Einschränkung, vorher das Raumprogramm wegen Überschreitung der geplanten Kosten um drei Millionen Euro überarbeitet werden. Die Gesamtkosten für das ursprüngliche Konzept lagen letztlich bei knapp 19 Millionen Euro, vier mehr als geplant. Im September war dann noch von Problemen mit der Nutzung des Grundstücks die Rede.
„Ich bin selbst sehr unzufrieden wegen der Verzögerungen“, sagt der Kaufmännische Direktor des Universitätsklinikums, Gunter Gotal. Sein Ziel ist jetzt, dass Ende 2010 der Rohbau auf dem Platz am neuen Klinikum, dort wo heute noch Baracken stehen, fertig gestellt ist. „Wenn wir statt beim Gänseessen ein Foto vor dem Rohbau machen, bin ich zufrieden“, meint Gotal.
15 Millionen Euro stellt das Klinikum zur Verfügung. Mehr soll und darf es nicht werden. Und das sei auch der entscheidende Grund für die Verzögerung. „Wir haben das Projekt zwei Mal bearbeitet“, begründet Gotal. „Mehrfach waren wir beim Sieger des Architektenwettbewerbs in Stuttgart. Wir sind jetzt bei der Ausführungsplanung.“ Im Ergebnis der Veränderungen wird das Gebäude schlanker, alle Geräte im Innern werden sehr kompakt zusammengefasst. Es werde wie eine Maschinenhalle aussehen, beschreibt Gotal. Auf die Hochtechnologie in der Küche und bei den Produktionsstraßen werde nicht verzichtet, und die moderne Optik wurde im Grundsatz nicht angetastet. Allerdings wird es statt der geplanten gebogenen nun gerade Lamellen an der Fassade geben. Das bringt allein 600 000 Euro Einsparung, weil auf Einzelanfertigungen verzichtet werden kann.
Die entscheidende Einsparung brachte der Verzicht auf eine vollständige Unterkellerung. Die Mensa wird auf Pfählen gegründet. Einen Keller gibt es nur für die Automatische Warentransportanlage (AWT).
Deren aus dem Klinikbetrieb bekannte Roboter werden in eineinhalb Stunden bis zu 70 Container verteilen.
Den vor dem Neubau nötigen Abriss der auf dem Grundstück stehenden Baracken erledigt der Betrieb für Bau und Liegenschaften. Dafür sind inzwischen alle Weichen gestellt. Sobald die Witterung es erlaubt, werde das Baufeld geräumt, kündigt der Kaufmännische Direktor an. Der BBL ist auch für die Gestaltung der Umfahrung der Mensa zuständig. Die Zufahrt erfolgt von der Fleischmannstraße und führt dann am Haupteingang vorbei ums neue Gebäude herum, berichtet Gotal.
Bei einem Architektenwettbewerb 2008 setzte sich das Stuttgarter Büro MGF mit einem Zweigeschosser durch. Richtung Bibliothek entstehen eine Cafeteria und Richtung Mensa ein Restaurant.


















