Anne Krüger (24) und Matthias Kell (28) aus Rostock nutzen die Frühlingssonne, um ihren Einkaufsbummel mit einer längeren Pause zu unterbrechen. Auf einer Bank vor dem Universitätsgebäude lassen sie sich die Sonne ins Gesicht scheinen. „Die Sonnenbrille habe ich sowieso immer dabei und setze sie beim ersten Sonnenstrahl auf“, erzählt Krüger.
Noch auf der Suche nach einem passenden Modell sind die Freundinnen Cindy Mirotta (23) und Tina Hellwig (22). Auch sie stürzten gestern gleich nach der Berufsschule an die frische Luft. „Kaffee trinken, Eis essen, shoppen — das ganze Schönwetterprogramm eben.“ Beim Augenoptiker im Kröpeliner-Tor-Center probieren sie verschiedene Sonnenbrillen aus. „Es ist der erste Tag in diesem Jahr, an dem man endlich wieder mit lockereren Sachen und Turnschuhen rausgehen kann“, sagt die 23-jährige Cindy.
Das schöne Wetter hat auch die Stralsunder Silke Todenhagen (42) und Andreas Malchin (48) nach Rostock gelockt. Sie sitzen vor dem Stadtbäcker und genießen Milchkaffee und Kuchen. „Wir haben uns zum Frauentag frei genommen“, erzählt Malchin. „Dass wir nach Rostock gekommen sind, haben wir spontan beschlossen, als wir die Sonne gesehen haben“, ergänzt Todenhagen. Die Stadt sei so schön, weil man hier einfach in der Fußgängerzone auf der Straße sitzen und Kaffee trinken könne. Außerdem stünden noch die Rostocker Brat- und Currywurst auf dem Programm.
Gegenüber im Rostocker Hof herrscht Hochkonjunktur im Eiscafé Milano. Ein Eisbecher nach dem anderen geht über die Theke, die Bedienungen haben alle Hände voll zu tun. Trotz des Stresses lässt sich Rebecca Kain ihre Fröhlichkeit beim Servieren nicht verderben. „Klar, wird es bei uns auch voll, wenn es draußen regnet, dann stürmen die Leute hier auch rein. Aber bei so schönem Wetter ist die Stadt ja auch insgesamt viel voller.“ Vielleicht lässt sich ja auch noch ein vierter Frühlingsanfang definieren: der Eisverkäufer-Frühlingsanfang.
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