Bereits im Herbst hatte sich Festspiel-Gründer und -Intendant Matthias von Hülsen den Renaissancebau am Greifswalder Bodden angesehen. Schmidt persönlich hatte ihn durch das historische Gemäuer geführt, das dereinst gar Treffpunkt für den als Romantiker in die Kunstgeschichte eingegangenen Maler Philipp Otto Runge war.
Als „Sleeping Beautie“ (schlafende Schönheit) wurde das Ludwigsburger Bauensemble in das diesjährige Festspiel-Programm aufgenommen. Anlass war ein Jubiläum: „Die Festspiele werden 20 und da wollen wir auch auf architektonische Schätze aufmerksam machen, die es 20 Jahre nach der Wende noch nicht geschafft haben, aus ihrem ,Dornröschen‘-Schlaf aufzuerstehen“, erklärte gestern Festspiel-Sprecherin Hanna Schrader. Ob Ludwigsburg auch künftig Festspielort sein wird, entscheide sich erst nach dieser Saison, sagte sie.
Das erste und hoffentlich nicht letzte Festspiel-Konzert in Ludwigsburg wird am 1. September vom Vocal-Quintett Amarcord gegeben. Im Herbst 1992 von ehemaligen Mitgliedern des Leipziger Thomanerchores gegründet, zählt das Ensemble mittlerweile zu den hochkarätigen. Es gewann Preise in zahlreichen internationalen Wettbewerben und tourt dieser Tage durch die USA. In Ludwigsburg gibt Amarcord ein Konzert speziell für Kinder. Karten sind schon jetzt erhältlich: ☎ 0385 — 591 85 85 (Mo. - Fr. , 9 - 18 Uhr)
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