Zur ersten Runde vor 14 Tagen hatte die CDU-Frau, die über viele Jahre die Fraktion ihrer Partei in der Stadtvertretung führt, die absolute Mehrheit noch knapp verfehlt. Sie kam damals auf 48,6 Prozent, während auf Heinze 41,6 Prozent entfielen. Der dritte Kandidat Werner Schink (parteilos) erreichte 9,8 Prozent.
Die Zeit bis zur Stichwahl nutzte vor allem der Amtsinhaber, um seine Zukunftsvorstellungen mitzuteilen. Er warb mit seiner wirtschaftlichen Kompetenz und dem Versprechen, den Wirtschaftsstandort Laage weiter zu entwickeln. „Ich habe noch Dinge im Kopf und auf dem Tisch, die ich umsetzen möchte“, beschwor er die Laager. Auch Ex-Ministerpräsident Harald Ringstorff sprang Heinze in der Endphase des Wahlkampfs beiseite und rühmte den SPD-Kandidaten.
Es half nichts, die Mehrzahl der Laager Wähler wollte den Wechsel im Rathaus. Insider machen dafür den oft ruppigen und kantigen Umgangsstil Heinzes verantwortlich. Darauf hob auch Lochner-Borst immer wieder ab, wenn sie erklärte: „Wir brauchen unbedingt einen neuen politischen Stil in Laage. Wir brauchen eine Stadtpolitik des Miteinanders, wie es sich für eine Kleinstadt wie die unsere gehört.“ Ilka Lochner-Borst wurde in Rüdesheim am Rhein (Hessen) geboren. Sie studierte in Mainz und Rostock Politikwissenschaften. Seit 2002 gehört sie dem Landtag von Mecklenburg-Vorpommern an und zog bei der Wahl 2006 über ein Direktmandat im Wahlkreis 15 — Güstrow I — erneut in den Landtag ein. Lochner-Borst ist Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Wissenschaft und Kultur und Sprecherin der CDU-Fraktion für Hochschulpolitik.
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