Auf den zwei großen Bühnen an der Seebrücke und in der Kurmuschel unterhielten Musiker, Künstler und Clowns das ganze Wochenende lang die Besucher. Passend zur Umgebung ließ Käpt‘n Alfred, der sonst auf Großereignissen wie der Hanse Sail zu Hause ist, mit seinem Akkordeon maritimes Flair aufkommen. Fackelumzug und Lagerfeuer sorgten für romantische Stimmung, während die Showband „Vitamin M“ aus Rostock samt DJ zum Partyabend luden.
Während das Fest eher schleppend anlief, entpuppte sich das Höhenfeuerwerk über dem Greifswalder Bodden als wahrer Besuchermagnet. 3000 Besucher zog das farbenfrohe Spektakel am Samstagabend laut Holle an. „Die Parkplätze im Ort waren restlos voll“, beobachtete der Organisator. Insgesamt strömten über das gesamte Wochenende verteilt rund 5000 Besucher in das kleine Seebad. Unter ihnen auch viele Urlauber, die momentan in Lubmin ihre Ferien verbringen. „Wir haben uns für das Sommerfest extra den Sonnabend freigehalten“, erzählte Bianca Köcher, die für zwei Wochen ihr Quartier am Bodden bezogen hat. „Uns gefällt es sehr gut hier“, so die junge Mutter, die aus der Nähe von Freiberg kommt.
Doch unter den Schaustellern, Händlern und Gastronomen war die Stimmung eher verhalten. „Samstagnachmittag kamen weniger Besucher als im letzten Jahr“, meinte Christina Rafkai, die den Imbiss „Zur Seebrücke“ betreibt. „Viele Strandgäste sind bestimmt in die Städte gefahren“, mutmaßte sie. Denn an Urlaubern mangelt es dem Seebad zur Zeit eigentlich nicht. Schließlich ist der Ort ist bereits seit Tagen komplett ausgebucht. So musste das Team von Goliath bei der Quartiersuche nach Wusterhusen ausweichen.
Auch Sascha Zenker, Betreiber eines Kinderkarussells, schob Petrus die Schuld in die Schuhe. „Das liegt bestimmt am Wetter“, dachte er. Denn gerade am Sonnabend war es kühl und windig. „Es ist halt kein Strandwetter“, so der Schausteller, der extra aus Rostock anreiste. Über leere Kassen beschwerte sich auch Händlerin Sabine Holland-Moritz, die Porzellan aus der kleinsten Manufaktur Deutschlands mit im Gepäck hatte. „Ich bin überhaupt nicht zufrieden mit dem Wochenende“, so die Händlerin. „Die Leute zeigen kaum Interesse.“
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