Am vergangenen Samstag kamen 186 Gastlieger, der Schnitt sind 120. Da wird schon mal im Päckchen gelegen. „Abgewiesen wird in unserer Marina niemand“, erklärt Jürgen Oschmann, der ebenfalls als Hafenmeister arbeitet. „Das Schöne ist doch, dass die meisten Segler untereinander absolut hilfsbereit sind“, so Stefan Wegner weiter. „Da fasst jeder mal schnell beim An- oder Ablegen mit zu.“ Nach wie vor zieht es viele Skandinavier nach Stralsund. Vor allem aus Schweden und Dänemark kommen die Gäste. So wie Ingrid Westh, Haly Wolder und Hans und Bodil Nielsen. Das dänische Quartett machte in Stralsund mit zwei Booten Station. Mit dabei war auch Bordhund Oliver. Von Dänemark aus ging es zunächst nach Hiddensee, dann nach Barhöft und schließlich in die Hansestadt. Das nächste Ziel ist Greifswald. „Und dann müssen wir mal sehen, wie der Wind ist und aus welcher Richtung er bläst“, erklärt Ingrid. Erst dann würden die vier entscheiden, wohin es weiter gehen soll.
Zwei Stege weiter liegt die Feeling „Wieck Ente“. Der Heimathafen ist zwar Greifswald, aber ihre Segler kommen aus Bremen. „Wir haben zwei Wochen Urlaub und haben uns das Schiff gechartert“, erzählt Jörg Bunke. „Leider ist eine Woche schon rum“, so der Familienvater. Gemeinsam mit seiner Frau Hiltrud und den Töchtern Milija und Lilo segelte er zunächst um Deutschlands größte Insel. „Wir waren in Lauterbach, Lohme und Wiek, haben ein paar Tage in Vitte fest gemacht und wollen uns nun Stralsund ansehen“, so der Bremer. Er erzählt, dass er vor 15 Jahren das letzte Mal in dieser Region war und dass sich schon einiges verändert habe. „In den vergangenen Jahren waren wir immer eher in Dänemark unterwegs, jetzt hat es uns mal wieder hierher gezogen.“ An dem Revier gefällt dem Freizeitsegler, dass man immer Landsicht hat — ganz abgesehen von der landschaftlichen Schönheit. Einzig zum Baden sei das Boddenwasser nicht so schön, bemängeln die beiden Mädchen. Dafür durften die jungen Damen aber auch mal an der Pinne sitzen. „Die Ziele für die zweite Urlaubswoche stehen noch nicht genau fest“, erklärt Jörg Bunke. Darüber mache sich das Quartett später Gedanken. Nun heißt es erstmal, sich landfein zu machen für den Bummel durch Stralsunds Straßen und Gassen.
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