Haibaby Erik wird ZDF-Fernsehstar
Für die Fernsehserie „Tierische Kumpel“ dreht das ZDF im Meeresmuseum und beobachtet Tierpfleger Harald Lüdtke.
Foto: B. Hinkeldey
In der Serie „Tierische Kumpel“ schaut das ZDF hinter die Kulissen von Meeresmuseum und Ozeaneum und fand einen neuen Hauptdarsteller.
Stralsund Schmal wie ein Bleistift, ganze 17 cm lang und gerade mal zwölf Tage alt ist das winzige Bambushai-Baby im Stralsunder Meeresmuseum. Und schon ein Fernsehstar, präsentiert von Tierpfleger Harald Lüdtke in der ZDF-Serie „Tierische Kumpel“, die jeden Nachmittag 15.15 Uhr kleine Geschichten über Zootiere erzählt. „Wir suchen dabei nach besonderen Attraktionen“, erklärt Redakteur Olaf Heuser, und die seltene Haigeburt in den Quarantänebecken des Meeresmuseums gehört dazu. „Soweit wir wissen, ist das die erste Nachzucht eines weißgefleckten Bambushais in einem deutschen Aquarium“, führt der Stralsunder Tierpfleger vor laufender Kamera aus. Geboren am 1. August, war das Schlüpfen aus dem Hai-Ei auch für die erfahrenen Stralsunder Aquarianer eine Sensation. „Als mich meine Kollegen am Sonntagmorgen anriefen, musste ich natürlich sofort ins Museum, um den Neuankömmling zu bewundern“, schildert er für die TV-Kamera. Erik soll der Bambushai-Nachwuchs heißen, wenn sich bestätigt, dass er männlichen Geschlechts ist. Täglich bekommt er drei bis vier Garnelen noch mundgerecht mit der Pinzette serviert, wie Harald Lüdtke für die Fernsehzuschauer demonstriert: „Damit er schön wächst“. Später werden Fischstückchen und Minifische folgen, bis der kleine Räuber sich selbst ernähren kann, wie seine Eltern im großen Haibecken, ist weiter zu erfahren. Auch als diese mit ihren anderen Artgenossen effektvoll gefüttert werden, ist das neugierige Kameraauge stets dabei. „Die Stralsunder Aquarianer sind prima Partner, sie sind sehr geduldig vor der Kamera“, lobt der Redakteur von Spiegel TV, der für das ZDF dreht, während der Tierpfleger die x-te Einstellung über sich ergehen lässt und selbst das Haibaby in seinem Becken fernsehgerecht zurechtrückt.
Was in den ersten Augustwochen in Stralsund gedreht wird, soll in der neuen Staffel zwischen Oktober und November zu sehen sein. Zubereitet in kleine interessante und spannende Episoden. Zwischen Stralsund, Duisburg, Gelsenkirchen oder Wien ist Olaf Heuser für seine Tiergeschichten unterwegs. „Wir schauen dabei den Tierpflegern über die Schulter“, so wie im Falle des neugeborenen Haibabys.
Seit circa sechs Monaten gehören das Ozeaneum und Meeresmuseum ins Programm. Noch scheint in Stralsund kaum durchgedrungen zu sein, dass die Besuchermagnete der Hansestadt auch längst im Fernsehen regelmäßig vertreten sind. Maria Faltis sorgt im Auftrag der Direktion dafür, dass die Fernsehleute auch stets die aktuellsten Ereignisse aus beiden Häusern erfahren. Die 26-jährige Stralsunderin, studierte Geologin „mit großem Medieninteresse“, weiß auch, was hinter den Kulissen geschieht und sucht aus dem ereignisreichen Alltagsleben der Aquarien die attraktivsten Momente für die ZDF-Tierserie aus. So wurden der Einzug der Mondfische oder die aktuelle Umsetzung eines Makrelenschwarms zu TV-Ereignissen. Ebenso wie der Bambushai Erik, dessen Entwicklung die Stralsunder Meeresbiologen gespannt beobachten werden. Und auch die Fernseh-Kamera wird ihn im Auge behalten.
In den nächsten Tagen in der derzeit laufenden zweiten Staffel wird neben der neuen Mittelmeerabteilung im Meeresmuseum auch über Seefledermäuse und Drachenköpfe berichtet. Info: Die Fernseh-Serie „Tierische Kumpel“ läuft Montag bis Freitag um 15.15 Uhr im ZDF und kann auch im Internet gesehen werden. Wiederholung: ZDF-Dokukanal (Dienstag bis Sonntag um 18 Uhr). Am 25. August geht es in der Folge „Ausnahmezustand in Stralsund“ um die Anlandung der Mondfische, am 31. August ums „Catering“ für diese seltenen Aquarien-Bewohner.
BERND HINKELDEY
Dieser Beitrag wurde bisher 58 mal aufgerufen - zuletzt am 02.09.2010 um 06:49.